Avisierter Auto-Wechsel

Meine bisherige Theorie zum Autobesitz: kaufe ein 3-4-Jähriges Auto und fahre damit 4 Jahre lang.
Zum einen kostet ein 3-4-Jähriges Auto ca. die Hälfte von dem Neuwagenpreis. Von der Technik ist jedoch alles noch recht frisch und modern. Somit gibt es in der Regel keine gravierenden Reparaturen.
Nach weiteren 4 Jahren fängt schon mal hier mal da etwas zu streiken. Auf der Tagesordnung sind dann nicht nur ungeplante Ausgaben, sondern auch ungeplanter Stress.
Soviel zur Theorie.

Die Praxis hat gezeigt, dass nach 4 Jahren unsere Familie zu sehr an dem Auto hängen bleibt. Wir „verlieben“ uns zu sehr, Verkaufspreis ist dann vergleichsweise klein, für den Kauf von etwas frischerem muss fast ein 5-stelliger Betrag auf den Tisch geblättert werden. Dann wird gewagt das Auto noch paar Jährchen zu fahren.
Die anfallenden Reparaturkosten sind dann nicht das größte Übel, denn der Wertverlust hält sich als Ausgleich dafür in Grenzen. Aber der ganze Stress, der damit verbunden ist, wenn das Auto ab und zu „nicht will“.

Unser jetziges Auto haben wir bereits seit fast 6 Jahren. D.h. in diesem Jahr (etwa im Frühling, spätestens im Früh-Sommer) muss es auf jeden Fall weg!
Für meinen Cash-Posten bedeutet dies – dick anschwellen, um dann gnadenlos geplündert zu werden.

Damit wird mein Vermögen auf einen Schlag um ca.10.000€ erleichtert. Ich habe mir schon früher überlegt, um diesen Sturz zu vermeiden, monatlich etwa 200€ zur Seite zu legen. Damit wäre der Vermögensaufbau linearer und stiege entsprechend langsamer an.
Aber ich bin kein Freund der großen Beträge auf Tagesgeldkonten. So werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft, das Geld lieber bis zu einem Zeitpunkt mitspielen lassen, wenn auch nur als Puffer (Finanzieller Schutz). Dies hängt dann jedoch davon ab, wie gut die Cash-Position gefüllt ist. Bei geplantem 9.000€-Puffer wäre kein zusätzliches Ansparen notwendig (vielleicht im letzten Jahr vor dem Kauf wird der Stand noch darüber hinaus erhöht).

Alternativ (und diesmal führt kein Weg daran vorbei, weil auch der aktuelle Puffer weit von seinem Soll entfernt ist) könnte ich mir die Hälfte der Summe ausleihen (die ganze Summe wäre fatal, da dadurch der Ausgabebetrag „unendlich“ dehnbar wäre), und im Laufe der 2(oder 4) Jahre abbezahlen.
Also in diesem Jahr gibt es noch etwas „Unangenehmes“ (in Bezug auf hohe Ausgaben) zu erledigen.

PS: Aktuell kränkelt das Auto wieder, also ich bin fest entschlossen es los zu werden.

7 Gedanken zu „Avisierter Auto-Wechsel

  1. egghead

    Mein Golf III ist Baujahr 1997, Kosten fast gar nicht außer Steuer, Versicherung,
    nur einmalmal Reifen, auspuff, Lager, Stoßdämpfer, und 1 mal schweißen von irgendwelchen nippeln am Unterbau O-Ton des Meister : “das ist die einzige Schwachstelle des Golf III, der hält noch mindestens 4 Jahre”.
    Aber alles Reaparierte bloß im Zeitraum von mittlerweile 15 Jahren.
    Diesel halten wohl 20 Jahre.
    Das Ganze nur, wenn man nicht ständig damit fährt.
    Bei mir sind die Kosten dann in ÖPNV-Tickets, Bahncard etc. “verschoben”.

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  2. denke-handele-werdereich

    Das mit der monatlichen Sparrate von 200 Euro auf so ein Tagesgeldkonto für den nächsten Autokauf ist eine gute Idee.
    Das Geld bleibt dir in jedem Fall und es ist flexibel.Du kannst dich,wenn es so weit ist und sich unvorhersehbare Dinge ereignen,immer noch anders entscheiden.
    Im Kalenderblatt 021 habe ich in meinem Blog dazu etwas geschrieben.
    Der Malachit.

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  3. smartinnet

    Zum Glück brauche ich kein Auto, da ich sehr zentral wohne. Ich habe lediglich ein Jobticket. Das kostet gerade mal 62,00€. Damit kann ich von Bonn aus sogar fast bis Düsseldorf fahren. Aber als Familienvater brauchst Du ja ein Auto. Es ist sicher wirklich intelligenter einen jungen Gebrauchten zu kaufen. Würde auch laufend 200,00€ zurücklegen, damit die Schwangungen nicht so groß sind.

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  4. andi7

    @egghead, smartinnet
    es ist natürlich ein Riesenvorteil, wenn man ohne ein Auto auskommen kann. Als wir in einer mittelgroßen Stadt wohnten, hatte ich diese Überlegung (Auto komplett abschaffen) ab und zu auf dem Tisch.
    Nun wir sind nicht so sehr „ortsansässig“. D.h. Großeltern und andere Verwandte/Freunde besuchen, in den Urlaub fahren (auch kürzere Trips) sind regelmäßig auf dem Plan – dafür könnte man aber ein Auto übers Wochenende mieten. Wirtschaftlich immer noch vorteilhafter.

    Aber die kurzen Fahrten – mal in den Wald zum Joggen, mal in der Umgebung mit Kindern zu spazieren (Wald/Fluß/Bauernhof/besonderer Spielplatz), mal bei Schnee die Kinder zur Schule fahren oder einfach Einkaufen kann man in einer kleineren Stadt wirklich nicht ersetzen.

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  5. andi7

    @denke-handele-werdereich, smartinnet
    200€ aufs Tagesgeld, ist keine schlechte Idee. Aber nach 2 Jahren liegen da schon 5.000€ und es wird immer mehr, und dies für die weiteren 2 Jahre.
    Also ich finde das Geld sollte in der Zeit etwas mehr leisten, als so zu faulenzen. 😉
    Nur kurz vor dem großen Ereignis wird es ungemütlich – dann kann je nach Situation/Marktlage/aktueller Zinshöhe zu dem Cash-Puffer und/oder zu einem Ratenkredit gegriffen werden. Sollte auf 4 Jahre gesehen, mehr bringen.

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  6. Der Privatier

    Ich werde mir wohl auch bald ein anderes Auto zulegen müssen. Es vergeht fast kein Monat, wo nicht irgendetwas kaputt geht. Aber wenn’s denn wieder läuft, mag ich es auch nicht hergeben. Aber es muss wohl sein.
    Ich habe auch noch nie ein neues Auto gekauft, aber jetzt habe ich im Internet ein paar Portale gefunden, die Neuwagen vermitteln. Mit sehr beachtlichen Rabatten (30% sind keine Ausnahme). Da komme ich schon ins Grübeln.

    Gruß, Der Privatier

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    1. andi7

      Diese Portale gibt es schon seit mindestens 10 Jahren.
      Meistens handelt es sich um „Reimport“. Es sind nicht die Autos, die in Deutschland gebaut wurden und über die Grenze hin und her geschoben wurden. Die waren auch im Ausland produziert. D.h. die Qualität ist anders (man könnte die Diskussionslawine lostreten, ob die deutsche Qualität immer noch sehr gut ist, jeder entscheidet für sich). Auch die Ausstattung ist anders, nicht unbedingt schlechter aber eben anders.
      Angeblich ist die günstige Variante nicht so günstig wie auf den ersten Blick scheint. Also auf jeden Fall komplett-Preis ausrechnen lassen. Dann beim deutschen Autohändler ein Angebot anfordern. Im Extremfall kann man noch auf die Alternative zeigen, um den Preis zu drücken oder von den „Nachteilen“ zu erfahren.

      Ob Reimport oder nicht, bin ich trotzdem für einen guten Gebrauchten (3-4 Jahre alt).
      Auf jeden Fall viel Erfolg!

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