Portfolio ETF-Sparplan

Die nächsten Schritte etwas konkreter.

Mein Monatsüberschuss beträgt etwa 1.500€.
Mit 1.000€ sollen anteilig EM und „Europa,Dax“ gefüttert werden.
Mit 500€ ggf. plus X wird zunächst mein Cash-Anteil hochgefahren.

Da mein Wertpapiervermögen noch klein ist, bringt mich die Strategie „den Posten zu kaufen, der am meisten vom Soll-Anteil abweicht“, nicht wirklich weiter. Weil eben die monatlichen Schwankungen des Bestandes zu niedrig sind im Verhältnis zur investierenden Summe.
So musste ich die letzten zwei Monaten zusehen, wie mal „Europa, Dax“ mal EM hoch und runter geht, und dies nicht unbedingt synchron, und dabei eine Entscheidung treffen was davon jetzt wirklich kaufenswert wäre.
So ein Problem möchte ich durch ETF-Sparpläne lösen. D.h. ich zahle jeden Monat den entsprechenden Anteil für jeweiligen Posten ein. Erst am Jahresende wird rebalanciert.

Das Verhältnis zwischen EM und Europa beträgt 30 zu 20. Also 600€ geht in EM während 400€ für „Europa, Dax“ übrig bleibt.

Wie im letzten Post geschrieben, möchte ich Europa und „Dax“ etwa im Verhältnis 50×50 halten. Damit werden sowohl für Europa als auch für Deutschland jeweils 200€ reserviert.

Nun lässt sich der Betrag von 200€ beim „Dax“ schlecht durch 3 teilen.
Die erste Variante das Problem zu lösen, ist den Germany-Anteil in MSCI Europe von 12,5% mit zu berücksichtigen. Das macht 25€ aus. Die 225€ lassen sich hervorragend auf 3×75 teilen. Da MSCI Europe nach Marktkapitalisierung aufgeteilt ist, beanspruchen die DAX-Werte den größten Brocken für sich. So dass ich diese 25€ komplett dem Dax zurechne.
Die Aufteilung wäre also Dax 50€, MDax und SDax jeweils 75€.

Die zweite Variante ergab sich von selbst bei der Suche nach entsprechenden ETFs. Denn ein ETF auf MDAX bietet zur Zeit nur iShares (Exklusivlizenz?) an. Ich entscheide mich aus Kostengründen (Kauf+TER s.u.) zunächst für die Aufteilung in Dax und SDax jeweils zur Hälfte.
Die Variante 2b sieht einen Nachkauf von MDAX auf einen Schlag beim Rebalancingtermin zum Jahresende vor. Diese wird wohl von mir bevorzugt.

MSCI EM DBX1EM 600€
MSCI Europe ETF111 200€
Dax ETF001 100€
SDax ETF005 100€

Wie möchte ich nun bei diesem „Kleinkram“ die Kosten günstig halten?
Ich öffne einfach ein Depot bei DAB-Bank. Dort gibt es kostenlose(!) ETF-Sparpläne für DB-X-Trackers der Deutschen Bank und Comstage-ETFs (Commerzbank). Diese beiden bieten alles, was ich aktuell brauche.
So habe ich erst mal null Einkaufskosten.

Wie möchte ich Rebalancing durchführen?
In dem ich am Jahresende die letzte Sparplanrate je ETF entsprechend anpasse. Dies ist auch kostenlos. Nach oben kann ich beliebig hoch drehen, nach unten leider nur den monatlichen Betrag aussetzen.
Nach einmaliger Abweichung vom „Plan“ wird die Rate wieder zurückgesetzt. Bei späteren größeren Abweichungen muss sowieso mit (hoffentlich) zusätzlich angesparten Mitteln nachgekauft werden.

Die einzigen Transaktionskosten fallen beim Verkauf an. Es muss wiederum unterstrichen werden, dass der Verkauf zunächst nicht gewollt ist. Der Vermögensaufbau soll jahrelang laufen. Aber auch bei unvorhergesehenen Verkäufen läuft auch bei dem kleinsten Posten mit 50€ (theoretische Variante 1) bereits nach 2 Jahren eine Summe von ca. 1.200€ (50*12Monate*2Jahre) zusammen, so dass die Gebühren im gesunden Rahmen (Total Expense Ratio“ (kurz TER) des ETFs.
Da diese bei Swap-basierten ETFs etwas kleiner sind, als bei echt replizierenden, wähle ich die Swap-Variante, solange mein Wertpapier-Vermögen nicht sagen wir mal 50.000 übersteigt. Das Ausfallrisiko entfällt aktuell zu 60% auf DB-X und zu 40% auf Comstage.
Handelt es sich um größere Beträge, würde ich schon ein mulmiges Gefühl bekommen, auch wenn bisher kein einziger Emittent ausgefallen ist.
Also in Zukunft werde ich noch voll replizierende ETFs von anderen Anbietern dazu mischen (müssen).

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