Portfolio Europa,Dax

Zu MSCI World habe ich schon Stellung genommen. USA und Japan lehne ich ab, Europa nehme ich mit.

Mit MSCI Europa habe ich wiederum ein anderes Problem. Mir gefällt die Gewichtung von Deutschland überhaupt nicht – nur 12%!?
„Wir“ liegen auf der vierten Stelle nach BIP in der Welt, mit großem Abstand auf der ersten Stelle in Europa und werden nur mit 12% beachtet, während GB mit 33% gewichtet ist, Frankreich mit 15% und sogar die kleine Schweiz mit knapp 12%.
Je tiefer ich in die Materie eindringe, desto stärker wird das Gefühl, dass ich doch vieles in Eigenregie machen werde!

Auf jeden Fall möchte ich nun Deutschland und MSCI Europa im Verhältnis 1:1 haben. Die langfristige Rendite ist ungefähr gleich. Da Deutschland jedoch sehr exportabhängig ist und bei jeder Krise unnötigerweise am meisten leidet, erhoffe ich mir eine nicht zu verachtende Überperformance durch Rebalancing.

Aber auch Deutschland ist nicht gleich DAX!
DAX ist ein sehr enger Index in dem nur die 30 größten Unternehmen aufgelistet sind. In Deutschland gibt es viel mehr kleinere Firmen. Die Behauptung „die kleineren Unternehmen bringen langfristig gesehen mehr Rendite“ möchte ich mir zu Nutze machen.
D.h. ich baue mir meinen eigenen Germany-Index, den sogenannten Andi-Dax (bitte nicht mit Sportartikelhersteller aus China verwechseln), zusammen und zwar jeweils zu 1/3 für DAX (large-Caps), MDAX(middle-Caps) und SDAX(small-Caps).

Zusätzlich zur besseren Rendite für Nebenwerte habe ich Rebalancing-Vorteil. Das Risiko dürfte im Vergleich zu MSCI Germany wohl geringfügig größer sein, da meine Germany-Aufteilung nicht nach Marktkapitalisierung geschieht, sondern zu festen Anteilen, und damit risikoreichere (ich nehme an, wenn die Rendite höher ist, müsste auch das Risiko höher sein) Nebenwerte wahrscheinlich für etwas mehr Volatilität sorgen dürfen.
Da ich letztendlich sehr langfristig orientiert bin, schaue ich mehr auf Rendite als auf Risiko.

2 Gedanken zu „Portfolio Europa,Dax

  1. smartinnet

    Hallo Andreas,

    ich halte auch nicht viel von Investmentfonds. Aktien sind viel transparenter, und es fallen keine Managementgebühren an. Kleinere Unternehmen beizumischen ist sicherlich eine gute Idee, weil diese schneller wachsen können, als größere DAX 30 Werte.

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  2. andi7

    Hi Martin,
    ja den Glauben an die Überperformance von aktiven Investmentfonds habe ich auch verloren.
    Allerdings sehe ich nicht ein, dass direkte Anlage in Aktien sinnvoll wäre. Zum einen weiß ich immer noch nicht wie ich tausende Aktien in vernünftiger Zeit bewerten kann.
    Zum anderen muss man schon ein schönes Sümmchen zur Verfügung haben, um eine “gesunde” Diversifizierung zu erreichen und die Kosten verhältnismäßig klein zu halten.
    Deshalb wird der passive Ansatz mit ETFs präferiert.

    Die kleineren Unternehmen nicht nur können schneller wachsen, sondern tun es auch (langfristig gesehen). Auf jeden Fall entwickeln sie sich nicht parallel mit den großen, so dass hier Rebalancing für etwas Performanceverbesserung sorgen wird.

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