Portfolio: kleinere Werte

Ein gewichtiger Grund, warum es sich lohnt auf kleinere Unternehmen zu setzen bzw. in einen Index mit Middle- und Small-Caps zu investieren, konnte heute am Kauf von Rhön-Klinikum durch Fresenius nicht übersehen werden.

Rhön-Klinikum ist ein durchschnittlicher MDax-Wert.
Durchschnittliche Dividende, durchschnittliches KGV – nichts Außergewöhnliches.
Doch das Unternehmen passt sehr gut einem größeren Fisch ins Konzept. Bei der Übernahme wird ein Aufpreis von 50%(!) angeboten. Die Aktionäre dürfen sich als glücklich schätzen.

Was wie ein Lottogewinn klingt, ist bei kleineren Unternehmen eher die Regel. Die Firmen werden aufgekauft, zusammengelegt oder geteilt und dann verkauft.
Dax-Unternehmen bleiben auch davon nicht „verschont“, allerdings spricht man dann von einer Elefantenhochzeit und solche gibt es eindeutig viel seltener.

Natürlich wirken sich diese Aufpreise sehr positiv auf die MDax-Performance. Ein Blick auf beide Charts (DAX-MDAX) z.B. über einen Zeitraum von 10 Jahren lässt keine Zweifel offen.
Bei den echten Krisen können die kleineren Werte viel tiefer fallen und sogar Pleite gehen, während die Blue-Chips als „too big to fail“ gelten, d.h. eventuell auf staatliche Unterstützung zurückgreifen können. Jedoch auf längere Sicht werden alle Krisen mehr als überstanden und die Investoren dürfen sich früher oder später über höhere Rendite freuen.

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