Portfolioaufstellung 2012 Q3

Zunächst meine gewünschte Aufteilung des Gesamtportfolios.
Als Stichtag wurde der 21.09 genommen, weil die Fondssparpläne Anfang nächster Woche aktiviert werden müssen, um noch am 01.10 ausgeführt werden zu können.
In diesem Monat gab es eine Steigerung von 50€.

P12Q3

Im Vergleich zur letzten Veröffentlichung (2012 Q1) wurde der Anleihen-Anteil um 1% erhöht, dafür Aktien Europa/Dax-Anteil um 1% reduziert.
Somit entspricht der Aktien-Anteil insgesamt 63% und Anleihen-Anteil 12% des Gesamtvermögens.
Den Ist-Betrag habe ich zunächst für alle Wertpapiere aufsummiert.
Da mein Depot bekanntlich zu hohe Immobilien-Übervorteilung ausweist, macht die Gesamtübersicht und der Soll-Ist-Abgleich der einzelnen Positionen hier wenig Sinn.
Wertpapiergesamtbestand wird deshalb in eigener Aufstellung detailliert.

Vorher muss ich wieder mal den Wechsel der Strategie erwähnen. Wie bereits geschrieben, möchte ich ein Jahr lang in Einzelwerte investieren. Darunter sollte aber der EM-Anteil nicht leiden. Da es wegen Transaktionskosten nicht vernünftig wäre die aktuelle Wertpapier-Rate von 1.000€ auf 500€ für EM-ETF und 500€ für Aktien(Europa,Dax,MDax,SDax) aufzuteilen, bin ich nun gezwungen im 2-Monatsrhytmus abwechselnd zu kaufen.
Der kurze Sinn des Exkurses: bereits im September wird für 1.000€ das erste Unternehmen gekauft, so dass dem Restdepot für Rebalancing nicht 13.540€ sondern nur 12.540€ zur Verfügung stehen.

Somit wurde nur der Wertpapier-Betrag zunächst ohne Aktien-Anteil in einzelne Positionen gesplittet.

Depot12Q3

Dabei wurden die Sammel-Posten Europa/Dax und Nebenwerte/Strategie in Einzelteile zerlegt.
Der Anteil für Strategie ergibt sich aus dem aktuellen Bestand von “CS Euroreal”.
Europa und Deutschland wollte ich im gleichen Verhältnis führen. Allerdings um auf vernünftige Kaufgröße zu kommen, wurden MDax- und SDax-Anteile geringfügig auf Kosten von Europa erhöht. Europa wird zusätzlich per VWL mit 40€ monatlich bespart. D.h. diese Verschiebung wird sich im Laufe des Jahres neutralisieren.
Dax ist bekanntlich in Europa-ETF mit 12,5% mit dabei. Von daher ist die gewünschte Aufteilung fast perfekt gelungen.

Diese Positionen werde ich mindestens bis 31.07.2013 behalten.

EM-ETFs werden von IShares gekauft. Damit kommt der EM-ETF-Sparplan, der über DBX-ETF weiterhin läuft, nicht in die Quere.
Europa- und DAX-ETFs werden zunächst nicht bespart. Somit können die fehlenden Anteile über einmaligen Fondssparplannachkauf kostenlos erworben werden.
MDax-ETF gibt es nur von IShares.
SDax-ETF kann inzwischen auch als Sparplan hinterlegt werden. Ich nutze diesen für einmaligen Kauf, um Kosten zu sparen.

Somit fehlen mir nur noch passende Anleihen. Ich werde mich nächste Woche darum kümmern. Das was ich bisher als EM-Anleihe favorisiert habe, wird an den Börsen kaum gehandelt. Deshalb muss ich wohl doch auf Standard setzen. Hat jemand welche Empfehlungen?

7 Gedanken zu „Portfolioaufstellung 2012 Q3

  1. Andi

    Hi andi7,

    bezüglich der EM-Anleihe, willst Du dir eine einzelne Anleihe holen oder willst Du dort nicht eher auch in einen ETF investieren? So hättest Du ein geringeres Emitenten Risiko m.E.

    Ich habe auf einem anderen Internetblog einen ETF gefunden, den ich ganz interessant fand. Hier der Link:
    http://finanziell-umdenken.blogspot.de/2012/06/passives-einkommen-von-staaten-der.html

    Ist natürlich keine Kaufempfehlung von mir. Die letzte Entscheidung liegt immer noch bei Dir 😉

    Mfg
    Andi

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    1. andi7

      Hallo Nicknamensvetter, vielen Dank für diene Meldung.
      Ja, ich wäre mit einem ETF absolut zufrieden.
      Zum einen setze ich in dem Depot nur auf Anlagenklassen und nicht auf Einzelwerte. Zum anderen kenne ich mich mit Anleihen nicht so gut aus und außerdem habe ich nicht so viele Mittel für eine vernünftige Streuung.

      Unter deinem Tip verbirgt sich IShares JPMorgan $ Emerging Markets Bond Fund (A0RFFT). Genau diesen habe ich unter Standard gemeint. Dieser Fonds ist mit Abstand größter in seiner Klasse mit 1,632 Milliarden Euro, der nächste kommt nur auf 314 Mio.€.
      Am Wochenende habe ich mir einen schnellen Überblick verschaffen. Für EM-Staatsanleihen finde ich nur eine Handvoll ETFs.
      Unter http://www.extra-funds.de/ETF-Suche sind nur 6 Stück aufgelistet, wobei 3 davon von IShares stammen. Bei z.B. Onvista wurden noch weniger angeboten.

      Aber auch bei so wenig Auswahl, ist die Entscheidung alles andere als einfach.
      Die volle Replizierung finde ich bei Anleihen kontraproduktiv – durch den physischen Kauf steigen die Kurse und drücken damit die Rendite.
      Die regelmäßigen Ausschüttungen brauche ich aktuell nicht.
      Die „Fondswährung“ in Dollar macht mir wiederum sorgen. Wenn nicht in €, dann würde ich lieber in Local Currency investieren.
      Unter den obigen Überlegungen entscheide ich mich für dbx Emerging Markets Liquid Eurobond (DBX0AV). Im nächsten Jahr werde ich mir wahrscheinlich IShares “Barclays Capital Emerging Market Local Govt Bond“ dazulegen.
      Das war ja erst der einfachere Teil mit EM-Staatsanleihen. Bei Unternehmensanleihen ist die Auswahl viel größer.

      Antworten
  2. Dergoldeneadler

    Hallo Andi,
    erstens viel Erfolg mit Deinem Blog. Die Anzahl und der Inhalt der Posts zeigen schon, dass du sehr engagiert auf dem Weg zur finanziellen Freiheit bist.
    Ich habe eine Frage bezüglich Deine Positionen. Warum hast Du ein großer Anteil in ETF’s? Sie sind schon sicher im Vergleich zu einzelne Aktien, bringen aber wenige Rendite. Und warum hast Du DAX, SDAX und MDAX separat? Die drei bewegen sich öfters in die gleiche Richtung. Ich persönlich versuche auch verschiedene Aktien haben, aber bisschen mehr als 1000 € pro Position. Die Gebühren sind nämlich für kleinere Beträge relativ hoch.

    Antworten
    1. andi7

      Hallo Dergoldeneadler,
      danke. Ich wünsche dir auch viel Erfolg!

      Darf ich als Antwort eine Gegenfrage benutzen? Wieso denkst du, dass ETFs weniger Rendite als einzelne Aktien bringen?
      Viele formulieren deine Behauptung so: einzelne Aktien haben größere Chancen als ETFs (Markt). Diese Aussage ist in sich korrekt. D.h. theoretisch kann eine Aktie in sehr kurzer Zeit im 2-3-stelligen Bereich steigen, was ETFs in gleicher Zeit nicht in dem Maße können. Genauso kann aber diese eine Aktie in einem unvergleichbaren Maß abstürzen. D.h. Risiko wäre viel größer. Auch korrekt.

      Versucht man aber das Risiko zu begrenzen und zu streuen, oder bei einer Aktie zu bleiben – unternimmt man mehrere Versuche nacheinander (man darf dabei die eine Aktie beliebig durch eine andere ersetzen) wird die Performance sich mit der des Marktes annähern.
      Einen gewaltigen Unterschied werden aber die Gebühren ausmachen.

      Du hast aber deine Behauptung korrekt formuliert, nämlich in Bezug auf Rendite. Meine Antwort steht im vorigen Abstatz. Weil bei ETFs die Rendite höher(!) ausfällt.
      (Für diese Aussage glaube ich neulich eine Ausnahme gefunden zu haben, aber ich muss erst ausprobieren, ob ich davon einen Nutzen haben könnte).

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    2. andi7

      “DAX, SDAX und MDAX bewegen sich öfters in die gleiche Richtung” ist korrekt, vor allem mit “öfters”. Das Problem ist, sie bewegen sich nicht mit gleicher Geschwindigkeit.
      Auch wenn alles nach Plan läuft (je Klasse wird die erwartete Rendite erreicht), hat man mit der Zeit eine Verschiebung der Anteile einzelner Klassen. Um bei dem gewünschten Risikoprofil zu bleiben, muss dann durch Rebalancing das Risikoprofil wiederhergestellt werden.

      Die Behauptung kann man auch weiter verallgemeinern und sagen wozu USA, Europa, Japan.. – man kann gleich World kaufen und hätte alles dabei.

      Ich habe für mich Rebalancing als eine Wunderwaffe (denn es gibt kaum etwas anderes) entdeckt, um die Gesamtperfomance zu verbessern.

      Noch ein Vorteil zu ETFs: ich kann monatlich die gewünschten Portfolioanteile je Klasse besparen, auch mit kleineren Beträgen (mind.50€) und dies kostet keinen Cent.

      Antworten
  3. Marius

    Hi Andi,hab deinen kommentar erst grade gesehen, damit du es mitbekommst hier nochmal :)

    Ich mache die Sparpläne bei der Comdirect Bank, als ich die abgeschlossen habe gab es grade eine Aktion dass die Gebührenfrei sind. Sonst ist es so:
    Orderentgelte Ausführung von ETF- und Zertifikate-Sparplänen
    – kein Grundentgelt, Orderprovision 1,50% des Anlagebetrages
    – maximal 4,90 EUR pro WKN
    – ggf. abzgl. 15% Viel-Trader-Rabatt (Bedingungen siehe V.)

    Von den Beträgen ist man da total flexibel.

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    1. andi7

      Hi Marius,
      danke, früher oder später hätte ich dies auch auf deiner Seite gelesen, denn mich interessiert sehr wie ein SAP-Berater sich entwickelt (Ich bin auch aus der IT-Branche und SAP-Berater waren mal nonplusultra – bin vor 11 Jahren fast auch einer geworden).

      Habe nun auch bei DAB-Bank ausprobiert – die monatliche Rate kann von 50 bis 3000€ stufenlos eingestellt werden.

      1,5% Orderprovision ist ja recht teuer. Ich kann mir viele von DBX oder Comstage aussuchen, die ohne Gebühren bespart werden können.

      Antworten

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