Schlagwort-Archiv: Emerging Markets

Asset Allocation – Aktienanteil

Wie bereits geschrieben, wird seit Juli Cashflow aus Immobilien von den entsprechenden Mietkonten direkt ins Depot überwiesen.
Somit musste ich mir wiederum Gedanken über Portfoliozusammensetzung machen.

Für den Aktienanteil war die Zusammensetzung relativ schnell gefunden. Obwohl ich vor einigen Jahren auf USA und Japan verzichten wollte, sehe ich heute ein, dass Kapitalismus ohne USA nicht existieren kann. Meine Meinung zu Japan bleibt allerdings bestehen.

Aktuell neige ich zur Standardaufteilung 30/30/30/10 – Nordamerika, Europa, EM und Pacific.
Natürlich haben mich die Überlegungen aus dem berühmten Holzmeier-Thread Einsteiger-Portfolio mit drei ETFs nicht kalt gelassen. Es ging darum bei kleineren Vermögen bzw. Investitionsbetrag mit 3 ETFs die beinahe gleiche Aufteilung zu bekommen.
Beim 3 ETFs-Modell stört mich erstens das Fehlen an Transparenz. Wieviel steckt nun aktuell in welcher Region? Die Frage kann nur mit Hilfe von Tabellenkalkulation beantwortet werden.
Zweitens kann auch Rebalancing nicht sauber durchgeführt werden. Nordamerika-Pacific-Abhängigkeit.
Übrigens wundert es mich immer wieder, dass doch einige Investoren ausgerechnet nach Holzmeier-Lektüre 70/30-Aufteilung (World/EM) wählen.
Relevantes für mich: auf die ganz kleine Positionen könnte man ohne Performance-Abweichung verzichten, oder diese halt deutlich seltener hinzubuchen.

Da Pacific zu 60% aus Japan besteht und ich Japan „nicht mag“, wurde Pacific-Anteil ersatzlos gestrichen.
Nordamerika-ETF kann von Comstage mit 0,25% TER oder von IShare mit 0,40% erworben werden. Verzichtet man auf Kanada, das nur ca.6% davon ausmacht, gehen die TERs auf 0,10% bzw. 0,33% runter. Bei entsprechend hohem Vermögen wäre die Aufteilung in USA und Kanada günstiger.
In meinem Fall wäre die Kanada-Position sehr klein. Also ich verzichte aus Kostengründen auf Kanada, das ohnehin sehr synchron mit USA läuft.

Also mein Aktien-Depot sollte so aussehen
33,3% USA, 33,3% Europa und 33,4% Emerging Markets.
Von dem „Ganze-Welt-Portfolio“ (Developed und Emerging Markets) fehlen noch
die Region Pacific (Japan, Australien und weitere 3 Länder mit Mini-Anteilen)
Kanada und
Israel (Developed Market gehört zu keiner von 3 MSCI-DM-Regionen).

Die konkreten ETFs:
ETF120 Comstage MSCI USA
ETF111 Comstage MSCI Europe
ETF127 Comstage MSCI Emerging Markets

Portfolio Asset-Klasse Emerging Markets

Im Blog „Finazielle Freiheit mit Dividenden“ wurde wieder Mal die Liste der Blogs der Millionäre veröffentlicht, was einen Ansturm auf meinen Blog ausgelöst hat.
So kam mir in den Sinn einen Artikel vorzuziehen, damit möglichst viele davon profitieren bzw. Feedback liefern können.

Es geht um meine Portfolio-Aufteilung.
Mein theoretischer Ansatz des ausgewogenen Portfolios wurde in mehreren Posts beschrieben, zuletzt die konkrete Aufteilung hier: „Portfolio ETF-Sparplan“. Theoretisch, weil ich durch die Übergewichtung von Immobilien noch nicht in der Lage bin, alles so umzusetzen, aber das wird sich ändern – ist nur eine Frage der Zeit.

Im Speziellen habe ich heute den großen Emerging Markets –Anteil im Visier.
Zum einen hat mir die Gewichtung der einzelnen Länder nie gefallen. So kam ich auf die Idee mir die eigene Mischung zusammenzustellen. Mit einzelnen ETF-Sparplänen bei DAB ist es überhaupt kein Problem (für „größere“ Länder aus EM gibt es entsprechende ETFs).

Exkurs: für die industrielle Assets Europa und Nordamerika geht die Tendenz (bei Finanzbloggern und ihren Lesern) zu Dividenden- oder Value-Strategie (was für mich nicht(!) das gleiche ist). Wenigstens Value setzt aber viele Daten für Unternehmensanalyse voraus, welche aus meiner Sicht auch nicht mal für „westliche“ Märkte in ausreichendem Maße oder mit größerem Aufwand zu finden sind. Für Emerging Markets ist die Datenversorgung sehr dünn, so dass eine vernünftige Unternehmensanalyse praktisch unmöglich ist (eine Variante wäre auf Homepage der einzelnen Unternehmen zu gehen und sich Jahresberichte in englischen Sprache zu besorgen. Zum einen sehr zeitintensiv, zum anderen bin ich der englischen Sprache nicht in dem gewünschten Maße fähig).
So sehe ich beim Investieren in Emerging Markets keine Alternativen zu ETFs.

Die klassische Aufteilung eines Indexes geschieht nach Marktkapitalisierung. Für den Index mag es gut sein, für Vermögensaufbau ist aber kontraproduktiv. Denn die am meisten gestiegenen Anteile werden mit höherem Faktor versehen und es wird noch mehr davon gekauft werden müssen und umgekehrt die eingestürzten Märkte werden verkauft – also pro-zyklisch.

Es gibt Auswertungen, die behaupten eine Aufteilung nach BIP liefert höhere Rendite. Mein Problem aber dabei war, wenn ich zum „1 Januar“ investieren will, die Aktualität der BIP-Daten für einzelne EM-Länder inakzeptabel war. Also man könnte die veralteten Daten verwenden, aber es wäre nicht im Sinne des Erfinders.
Das andere Problem ist dabei, dass China mit ihrem BIP alle anderen Länder in den Schatten stellt. So müssen alle EM-ETFs sowie meine Mixtur eine Kappung vorsehen.

Eine wichtige Erkenntnis konnte ich aber aus Capital gewinnen. China hat in den letzten 20 Jahren ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 10% hingelegt. Bezogen auf BIP-Theorie müsste deswegen die Marktkapitalisierung von China auch eine ähnliche alle andere Länder übertreffende Entwicklung vorzeigen. Das war aber überhaupt nicht der Fall. So ist festzustellen, dass die ausgeklügelte Ausrechnerei der Anteile anhand von auch aktuellsten BIP-Daten doch nicht den gewünschten Durchbruch geliefert hätte, allerdings größere Recherchen und einige mathematische Übungen gefordert hätte.

In meinem Blog habe ich mich schon mal als großer Fan von Rebalancing geoutet. So war es naheliegend den EM-Teil meines Portfolios einfach in gleiche Stücke je Land zu verteilen. Somit kämen die kleineren Länder zum größeren Vorschein, die idR. bessere Performance aber auch deutlich stärkere Schwankung aufweisen. Es gibt nun Studien, die nachrechnen, dass die Equal-weight-Aufteilung bessere Ergebnisse liefern. Auch wenn unter „besser“ nur einige oder gar Bruchteile von Prozentpunkten gemeint sind, es erfüllt den Zweck und kostet nichts an Aufwand. Das jährliche Rebalancing sorgt für einen Renditeschub – die zu heiß gelaufenen Märkte werden reduziert und die in Ungunst gefallenen entsprechend nachgekauft.

Was meint Ihr?
Wendet ihr auch Asset-Allocation mit Rebalancing an?
Welche Aufteilung wird bevorzugt (Marktkapitalisierung, BIP, Equal-Weight, feste Größen nach Bauchgefühl).
Welche Märkte werden bevorzugt?

Portfolio Nachkauf EM

Im Dezember wollte ich die Kaufaktion aus November nachholen. Da Anfang Dezember die Kurse recht hoch standen, habe ich auf berühmte Dezemberdelle gewartet und am 15.12 zugeschlagen.

Beim ersten Kauf der EM-ETF-Anteile (DBX1EM) habe ich 37 Stück für 26,80€ ergattert.
So war ich Mitte Dezember froh 38 Stück zu dem Kurst von 25,96€ zu bekommen.
Damit ergibt sich ein Durchschnittspreis von 26,374€.

D.h. im Moment liege ich leicht im Plus. Jedoch nach Abzug der Transaktionskosten ist immer noch ein Minus zu sehen.

Die Jahresendrally schien diesmal auszubleiben. Doch mittlerweile haben wir die Kurve hingekriegt. Wobei die Märkte sind derzeit zu sensibel und reagieren auf die Neuigkeiten mit viel zu großen Sprüngen. Ich rechne damit, dass wir noch bis März hin- und hergerissen werden.

Zum Glück habe ich noch kein großes Vermögen. Sonst bräuchte man schon „Beruhigungspillen“, um nicht überstürzt zu handeln.