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Asset Allocation – risikoarmer Teil

Die Aufteilung des risikoreichen Teils meines Portfolios stand ja schnell fest.
Eigentlich wurde die passive Strategie mit der weltweiten Diversifikation, einem relativ großen Anteil an Emerging Markets und Abbildung mit günstigen ETFs schon vor vielen Jahren ausgewählt.

Schwieriger war die Frage wieviel Risiko traue ich mir zu. Also wie groß soll der Anteil an den risikoarmen Asset Klassen sein.

Zum einen befinde ich mich in der Ansparphase. Es geht um Vermögensaufbau. Also nicht sparen für etwas auf einen festen Termin in mittleren Zukunft. Es stehen etwa zwei Jahrzehnte (bis zur Rente) zur Verfügung. Also „Full In“ in Aktien (risikoreich)?
(Aber Moment mal, wieso bis zur Rente? Möchte doch schon früher aus dem Hamsterrad aussteigen.)

Bei der Überlegung sollte noch meine Leidenschaft für Immobilien berücksichtigt werden. Es kann passieren, dass plötzlich ein Objekt auftaucht, bei dem ich nicht vorbei gucken kann. Es wird immer wieder mit einem oder anderem Objekt liebäugelt. Früher oder später wird daraus ein Date.
Grübel, grübel…

Dann wurde das Buch von Kommer wieder im Gedächtnis gerufen (nachgelesen). Es heißt ja – „die Beimischung von Anleihen reduziert das Risiko spürbar, aber die Rendite kaum“.
Gemeint ist natürlich in „haushaltsüblichen Mengen“.
Ok, das ist ein Argument. Die risikoärmeren Klassen werden beigemischt.

Nun wieviel?

Die Formel „Aktienanteil=100 minus Lebensalter“ halte ich inzwischen für Quatsch.
Aktien bleiben die beste Asset Klasse. Auch im hohen Alter muss nicht alles über Bord geworfen werden. Es gibt entsprechende Entnahmestrategien. Oder mal die Überlegung für die Nachkommenschaft etwas übrig zu lassen.
Will man im „Alter“ von dem Portfolio leben, dann könnte ein kleinerer Teil in risikoärmere Anlagen umgeschichtet werden, der dann komplett verzehrt wird, einen Teil von replizierend auf ausschüttend umstellen, somit werden relativ konstante „monatliche“ Zuflüsse generiert, die dann im Normalfall von Jahr zu Jahr automatisch steigen und den Rest weiter laufen lassen.
Also bei 75% Aktienanteil spricht man schon von aggressiv. Den Anteil noch kleiner zu machen, nimmt aber die Rendite weg. Dann lieber innerhalb der Aktien-Klasse weiter streuen auf Small-Caps oder so.

Was kommt nun in Betracht?

Kurzfristige Staatsanleihen sowie Geldfonds bringen aktuell negative Rendite.
Dann lieber das Geld als Cash vorhalten. Von mir aus auch als Tagesgeld mit 10-9 % Guthaben-Zinsen.

Da als Sicherheitspuffer sowieso 2 bis 3 Monatsgehälter zuvor zur Seite gelegt werden sollten, also 5.000€ halte ich für ausreichend, brauche ich beim monatlichen Besparen erstmal keine Gedanken um diese Position zu machen. Erst wenn das Depot sechsstellig wird, könnte man nochmal darüber nachdenken.

Staatsanleihen, ob mittel- oder langfristig bringen nur mini-Renditen. Zwar konnte man auch in den letzten Jahren damit relativ gute Rendite einfahren. Aber je mehr die EZB-Banken von Staatsanleihen aufkaufen, desto mächtiger wird dann der Crash sein.

Bleiben noch Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen von Emerging Markets.
Tja, der beste ETF-Vertreter für Unternehmensanleihen ist meiner Meinung nach
A1JKSU „SPDR Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF“.
Leider ist dieser nicht sparplanfähig. So habe ich von der Sorte direkt für ca.1.000€ einmalig gekauft.
Dies wird so alle 6 Monate gemacht.

Monatlich bespart wird dagegen DBX0AV „Staatsanleihen von Emerging Markets“-ETF von „db x-trackers“. Leider fallen in diesem Fall die Kaufgebühren von 1,5%, was bei monatlichen Beträgen in absoluten Zahlen zwar nicht viel ausmacht, aber auf die lange Sicht durch seltenere (so alle 6 Monaten) Kaufintervalle zu optimieren wäre. Eines Todes muss man sterben.

Allerdings die beste Korellation zu den Aktienmärkten und Anleihen bieten die Rohstoffe.
Darunter sind die zwei mächtigsten Vertreter Öl und Gold.
Da ich nach einem sparplanfähigen ETF suchte und Depotstruktur nicht gleich zu komplex machen wollte, habe ich mich doch für einen ETF entschieden, der mehrere Rohstoffe in ungefähr gleichen Anteilen beinhaltet.

Wie bereits im früheren Blog-Artikel Kontomodell geschrieben, stehen nun monatlich 1.035€ zum Investieren bereit, die direkt von Immo-Konten auf Depot-Referenzkonto überwiesen werden.

Die Gesamtaufstellung sieht nun folgendermaßen aus:
75% Aktien
15% Anleihen
10% Rohstoffe

Die Gesamtaufstellung mit konkreten ETFs:
25% ETF120 „Comstage MSCI USA“
25% ETF111 „Comstage MSCI Europe“
25% ETF127 „Comstage MSCI Emerging Markets“
15% DBX0AV „db x-trackers Emerging Markets Liquid Eurobond UCITS ETF 1C (EUR hedged)“
10% ETF090 „Comstage Commodity ex-Agriculture“

Natürlich stellt meine persönliche Aufstellung keine Kaufempfehlung dar.
Mehr noch – wer bessere Vorschläge hat, bitte melden!

Soweit zur Portfolio-Struktur.

PS: natürlich fehlt hier noch die Betrachtung der Asset-Klasse Immobilien, aber davon habe ich relativ zum Gesamtportfolio mehr als genug.

Asset Allocation – Aktienanteil

Wie bereits geschrieben, wird seit Juli Cashflow aus Immobilien von den entsprechenden Mietkonten direkt ins Depot überwiesen.
Somit musste ich mir wiederum Gedanken über Portfoliozusammensetzung machen.

Für den Aktienanteil war die Zusammensetzung relativ schnell gefunden. Obwohl ich vor einigen Jahren auf USA und Japan verzichten wollte, sehe ich heute ein, dass Kapitalismus ohne USA nicht existieren kann. Meine Meinung zu Japan bleibt allerdings bestehen.

Aktuell neige ich zur Standardaufteilung 30/30/30/10 – Nordamerika, Europa, EM und Pacific.
Natürlich haben mich die Überlegungen aus dem berühmten Holzmeier-Thread Einsteiger-Portfolio mit drei ETFs nicht kalt gelassen. Es ging darum bei kleineren Vermögen bzw. Investitionsbetrag mit 3 ETFs die beinahe gleiche Aufteilung zu bekommen.
Beim 3 ETFs-Modell stört mich erstens das Fehlen an Transparenz. Wieviel steckt nun aktuell in welcher Region? Die Frage kann nur mit Hilfe von Tabellenkalkulation beantwortet werden.
Zweitens kann auch Rebalancing nicht sauber durchgeführt werden. Nordamerika-Pacific-Abhängigkeit.
Übrigens wundert es mich immer wieder, dass doch einige Investoren ausgerechnet nach Holzmeier-Lektüre 70/30-Aufteilung (World/EM) wählen.
Relevantes für mich: auf die ganz kleine Positionen könnte man ohne Performance-Abweichung verzichten, oder diese halt deutlich seltener hinzubuchen.

Da Pacific zu 60% aus Japan besteht und ich Japan „nicht mag“, wurde Pacific-Anteil ersatzlos gestrichen.
Nordamerika-ETF kann von Comstage mit 0,25% TER oder von IShare mit 0,40% erworben werden. Verzichtet man auf Kanada, das nur ca.6% davon ausmacht, gehen die TERs auf 0,10% bzw. 0,33% runter. Bei entsprechend hohem Vermögen wäre die Aufteilung in USA und Kanada günstiger.
In meinem Fall wäre die Kanada-Position sehr klein. Also ich verzichte aus Kostengründen auf Kanada, das ohnehin sehr synchron mit USA läuft.

Also mein Aktien-Depot sollte so aussehen
33,3% USA, 33,3% Europa und 33,4% Emerging Markets.
Von dem „Ganze-Welt-Portfolio“ (Developed und Emerging Markets) fehlen noch
die Region Pacific (Japan, Australien und weitere 3 Länder mit Mini-Anteilen)
Kanada und
Israel (Developed Market gehört zu keiner von 3 MSCI-DM-Regionen).

Die konkreten ETFs:
ETF120 Comstage MSCI USA
ETF111 Comstage MSCI Europe
ETF127 Comstage MSCI Emerging Markets

Portfolio Asset-Klasse Emerging Markets

Im Blog „Finazielle Freiheit mit Dividenden“ wurde wieder Mal die Liste der Blogs der Millionäre veröffentlicht, was einen Ansturm auf meinen Blog ausgelöst hat.
So kam mir in den Sinn einen Artikel vorzuziehen, damit möglichst viele davon profitieren bzw. Feedback liefern können.

Es geht um meine Portfolio-Aufteilung.
Mein theoretischer Ansatz des ausgewogenen Portfolios wurde in mehreren Posts beschrieben, zuletzt die konkrete Aufteilung hier: „Portfolio ETF-Sparplan“. Theoretisch, weil ich durch die Übergewichtung von Immobilien noch nicht in der Lage bin, alles so umzusetzen, aber das wird sich ändern – ist nur eine Frage der Zeit.

Im Speziellen habe ich heute den großen Emerging Markets –Anteil im Visier.
Zum einen hat mir die Gewichtung der einzelnen Länder nie gefallen. So kam ich auf die Idee mir die eigene Mischung zusammenzustellen. Mit einzelnen ETF-Sparplänen bei DAB ist es überhaupt kein Problem (für „größere“ Länder aus EM gibt es entsprechende ETFs).

Exkurs: für die industrielle Assets Europa und Nordamerika geht die Tendenz (bei Finanzbloggern und ihren Lesern) zu Dividenden- oder Value-Strategie (was für mich nicht(!) das gleiche ist). Wenigstens Value setzt aber viele Daten für Unternehmensanalyse voraus, welche aus meiner Sicht auch nicht mal für „westliche“ Märkte in ausreichendem Maße oder mit größerem Aufwand zu finden sind. Für Emerging Markets ist die Datenversorgung sehr dünn, so dass eine vernünftige Unternehmensanalyse praktisch unmöglich ist (eine Variante wäre auf Homepage der einzelnen Unternehmen zu gehen und sich Jahresberichte in englischen Sprache zu besorgen. Zum einen sehr zeitintensiv, zum anderen bin ich der englischen Sprache nicht in dem gewünschten Maße fähig).
So sehe ich beim Investieren in Emerging Markets keine Alternativen zu ETFs.

Die klassische Aufteilung eines Indexes geschieht nach Marktkapitalisierung. Für den Index mag es gut sein, für Vermögensaufbau ist aber kontraproduktiv. Denn die am meisten gestiegenen Anteile werden mit höherem Faktor versehen und es wird noch mehr davon gekauft werden müssen und umgekehrt die eingestürzten Märkte werden verkauft – also pro-zyklisch.

Es gibt Auswertungen, die behaupten eine Aufteilung nach BIP liefert höhere Rendite. Mein Problem aber dabei war, wenn ich zum „1 Januar“ investieren will, die Aktualität der BIP-Daten für einzelne EM-Länder inakzeptabel war. Also man könnte die veralteten Daten verwenden, aber es wäre nicht im Sinne des Erfinders.
Das andere Problem ist dabei, dass China mit ihrem BIP alle anderen Länder in den Schatten stellt. So müssen alle EM-ETFs sowie meine Mixtur eine Kappung vorsehen.

Eine wichtige Erkenntnis konnte ich aber aus Capital gewinnen. China hat in den letzten 20 Jahren ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 10% hingelegt. Bezogen auf BIP-Theorie müsste deswegen die Marktkapitalisierung von China auch eine ähnliche alle andere Länder übertreffende Entwicklung vorzeigen. Das war aber überhaupt nicht der Fall. So ist festzustellen, dass die ausgeklügelte Ausrechnerei der Anteile anhand von auch aktuellsten BIP-Daten doch nicht den gewünschten Durchbruch geliefert hätte, allerdings größere Recherchen und einige mathematische Übungen gefordert hätte.

In meinem Blog habe ich mich schon mal als großer Fan von Rebalancing geoutet. So war es naheliegend den EM-Teil meines Portfolios einfach in gleiche Stücke je Land zu verteilen. Somit kämen die kleineren Länder zum größeren Vorschein, die idR. bessere Performance aber auch deutlich stärkere Schwankung aufweisen. Es gibt nun Studien, die nachrechnen, dass die Equal-weight-Aufteilung bessere Ergebnisse liefern. Auch wenn unter „besser“ nur einige oder gar Bruchteile von Prozentpunkten gemeint sind, es erfüllt den Zweck und kostet nichts an Aufwand. Das jährliche Rebalancing sorgt für einen Renditeschub – die zu heiß gelaufenen Märkte werden reduziert und die in Ungunst gefallenen entsprechend nachgekauft.

Was meint Ihr?
Wendet ihr auch Asset-Allocation mit Rebalancing an?
Welche Aufteilung wird bevorzugt (Marktkapitalisierung, BIP, Equal-Weight, feste Größen nach Bauchgefühl).
Welche Märkte werden bevorzugt?

Wertpapierverkauf

Als ein treuer Anwender der „Sell in Sommer“- Strategie habe ich für Ende Juli den Verkauf der meisten Assets eingeplant, die auf Aktien basieren.
So ist mein Depot auf ca. 1/4 geschrumpft. Während die Europa-ETFs (darunter meine ich insbesondere die deutschen ETFs) sehr schöne Gewinne aufweisen konnten, haben die EM-ETFs eine dicke Korrektur hinnehmen müssen. Eine genauere Abrechnung wird zum 31.09 (Ende von meinem Investitionsjahr) durchgeführt.

Die einzige Aktienposition (Fuchs Petrolub St.) ist von der Strategie nicht betroffen, weil Einzelaktien nicht unbedingt den Schritt mit dem Gesamttrend halten. Steigt der Kurs jedoch auf ca.53€ (+5% vom Kaufkurs) wird auch diese Position glatt gestellt, weil ich vermutlich kurzfristig viel Geld für den Wohnungsausbau benötigen werde.

Aktuell beinhaltet mein Wertpapierdepot
CS EUROREAL 475€ – enttäuschende Entwicklung; etwa 130€ im Minus
EM-Anleihen 950€ – sehr enttäuschende Entwicklung; verlieren fast wie EM-Aktien
EM-ETF 576€ – der Gesamtbetrag ist für den Verkauf zu klein – wird beibehalten
kleinere Anteile (

Wertpapierkauf Fuchs Petrolub

Im Blog konnte ich wegen technischen Problemen eine Weile keine Kommentare bzw. neue Artikel verfassen.

Bereits am 03 Juli wurden 23 Stück Fuchs Petrolub Stammaktien für 50,50€ je Stück erworben. Ich habe mich für Stammaktien entschieden, weil bei der gleichen Entwicklung des Unternehmens die Dividendenrendite wegen dem niedrigeren Kurs doch höher ausfällt.
Oder weiß jemand welche Nachteile die Stammaktien bei diesem Unternehmen haben?

Obwohl ich das Unternehmen zu den investitionswürdigsten in Deutschland zähle, ist dieser Kauf eher spekulativer Natur. Wegen Immo4-Umbau kann ich noch nicht die langfristigen Investitionen tätigen oder planen.

In den nächsten zwei Wochen werde ich im Süden die Sonne und das Meer genießen.
Aus dem gegebenen Anlass wünsche ich allen Lesern, die früher oder später in Urlaub fahren, sehr erholsame Zeit und neue Gedanken/Ideen für die weitere Entwicklung.

Aktien-Engagement

Meine Aktien von Takkt wurden verkauft, mit dem Ziel, diese 3 Prozent günstiger einzukaufen. Der gewünschte Preis wurde kurz danach tatsächlich erreicht. Allerdings habe ich meine Kauf-Order nicht auf Xetra positioniert, sondern bei Lang&Schwarz. Der ausschlaggebende Argument waren die Transaktionskosten (obwohl ich für die Transaktionskosten einen Guthaben von der Depot-Bank hatte, wird trotzdem zunächst die Gesamtkaufhöhe gegen Geld-Stand validiert, so reichte Restbetrag nicht für die Gebühren an Xetra).

Wie das Schicksal nun will, fiel der Kurs bei Lang&Schwarz nicht so tief. Ab diesem Niveau wurde die Rakete gezündet und inzwischen steht der Kurs etwa 20% höher. D.h. mein Takkt-Engagement ist zunächst beendet.
Meine erste Aktien-Auswahl anhand der Unternehmensanalyse war somit sehr erfolgreich. Meine Ausdauer reichte jedoch nicht, daraus einen satten Gewinn zu schlagen. Jo, ich könnte wiederum etwas für die Zukunft lernen.

Bei etwas tieferen Ständen Anfang März wollte ich nun etwas spekulieren, und die zuletzt am meisten gebeutelten Versorger eigneten sich gut dafür. Die Entscheidung, ob E.ON oder RWE war nicht leicht, ich habe etwas tiefer nachgebohrt und mich für GDF Suez entschieden (Ende Februar gab es frische Zahlen und diese waren alles andere als schlecht).
Am nächsten Tag habe ich jedoch alles mit ca.2%-Gewinn (ca.24€ „Netto“) verkauft, denn aus Vergangenheit weiß ich, das dieses Zocken einen ins Verderben stürzen kann. Ich möchte Investor werden (bleiben) und kein Zocker.

Die aktuellen Höchststände an den Börsen laden nicht wirklich zum Investieren ein (ich würde sagen – schrecken mich ab). Ich habe nun ca. 1.600€ in bar, kann bzw. will jedoch zur Zeit nichts unternehmen.
Die einzelnen Werte in MDax und SDax legen schon den Rückwärtsgang ein, sind aber immer noch viel zu weit von den gewünschten Einstiegspreisen entfernt.
Warten wir mal ab.

Unternehmensanalyse TAKKT

TAKKT AG ist in Europa und Nordamerika der führende B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung. Der Konzern ist mit seinen Marken in mehr als 25 Ländern vertreten. Das Sortiment der Tochtergesellschaften umfasst rund 175.000 Produkte aus den Bereichen Betriebs- und Lagereinrichtung, klassische und design-orientierte Büromöbel und Accessoires, Ausrüstungsgegenstände für den Einzelhandel sowie den Gastro- und Hotelmarkt.

Während das Europa-Geschäft in der letzten Zeit schwächelt, sorgt USA-Geschäft für das weitere Wachstum.

Auf das Unternehmen aus dem SDAX bin ich aufgrund der hohen Dividende gestoßen. Diese war aber nur wegen der Sonderdividende so hoch. Und die Sonderdividende wurde bezahlt, weil die Eigenkapitalquote die gewünschte Range von 40% bis 60% überschritten hat. Also das Unternehmen hat „zu viel“ Eigenkapital erwirtschaftet. Aus der Sonderausschüttung könnte man ableiten, dass der Geschäftsausbau sehr holprig wäre. Allerdings wurden in 2012 zwei Akquisitionen durchgeführt – US-Versandhändler für Displayartikel GPA und Ratioform-Holding aus München.

TAKKT gehört zu ca.70% dem Haniel-Holding (Metro, Celesio, ELG, CWS-boco).
Vor kurzem hat The Capital Group Companies die Überschreitung der 3%-Grenze gemeldet.

Eigenkapitalrendite
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
15,9 15,1 17,9 21,5 22,5 24,2 22,8 11,3 13,6 21,9

Die Eigenkapitalrendite lag sowohl beim 5-Jahresdurchschnitt, als auch beim 10-Jahresdurchschnitt bei ca.18,7%.

Buchwert
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
2,05 2,16 2,48 3,16 3,75 4,42 4,45 3,64 3,84 4,59

Das Eigenkapital (Buchwert) wuchs von 2,05 auf 4,59. Allerdings gab es bereits 2007 und 2008 Sonderdividenden, wiederum wegen Überschreitung der 60% Obergrenze.

Takkt2012

KBV=2,04 also sehr moderat
KGV=13,72 ist in Ordnung.

Mit diesen Kennzahlen gerechnet, komme ich auf 16,3% p.a. Der „faire“ Preis liegt bei 10,62€. Mit MOS von 30%, also für 7,43 konnte allerdings im letzten Jahr nie erworben werden.
Obwohl die Zahlen vom Jahresende 2011 sind, und in diesem Jahr einiges geschehen ist, ist die Kontinuität des Erfolgs nicht zu übersehen.
Außerdem denke ich, dass die Gewinne bezogen nun auf das reduzierte Eigenkapital für einen Kursschub sorgen werden.

Ich habe von dem Unternehmen 103 Stück zu 9,38€ gekauft.

Es handelt sich nicht um eine Kaufempfehlung, sondern beschreibt nur meinen Weg!

Zwischenstand zum Depot

Direkt ab meinem Ausstieg Ende Juli gab es ein Draghi-Kursfeuerwerk an den Börsen. Dabei wird man ungewollt traurig, aber Strategie ist Strategie – die Gefühle werden verdrängt. Ein Monat danach sieht die Welt anders aus. EM-ETFs werden ca.1% günstiger gehandelt (und dies obwohl ich noch vor Monatsende ausgestiegen war).
Anfang August habe ich auch meinen Europa-ETF-Bestand aufgelöst. So sitze ich zur Zeit auf viel Cash.
Nun der September steht vor der Tür. D.h. langsam sollen alle Kräfte mobilisiert werden. Noch vor der Erstellung der Monatsübersicht überweise ich daher das Vorgesehene auf DAB-Bank-Depot.

Im Depot befinden sich zum Monatswechsel 7.590€.
Dabei sind 40€ den Kurssteigerungen im August zu verdanken. An Wertpapieren habe ich nur DAX-ETF 620€, „CS EUROREAL“ 690€ und kleinere (nicht ganze) Anteile von anderen bisherigen ETFs – insgesamt 1350€.
Der Rest von 6.240 ist flüssig.
In diesem Jahr flossen einmal 800€ und 4 Monate je 900€ ins Depot. Die geplante Rate betrug jedoch 1.000€ (wegen fehlendem SDAX-Spar-ETF wurde die Rate reduziert). Somit müssen 6×100€ nachgeschossen werden. Außerdem steht noch die Rate für Juli und August zur Verfügung.
Somit blieben noch 2.600€ auf dem Weg.

Bei der CHF-Kredit-Rochade wurden außerdem ungeplant 1.070€ frei.

Der Gesamtbetrag von 3.670€ erhöht damit mein Depot-Stand auf 11.260€.
Immo-Guthaben–Konto weist aktuell 3.200€ aus bei eingeplantem Puffer von 1.200€. 2.000€ werden dort abgeholt. Der Rest von 1.670€ wird der Cash-Position belastet.

Meine Kanonen wurden in die Position gebracht und ich hoffe nun auf noch günstigere Einstiegskurse Ende September. Der Gesamtbetrag wird dann wie geplant auf verschiedene Asset-Klassen aufgeteilt.

Wertpapierverkauf EM

Von meiner Vorliebe für Saisonalitäten habe ich bereits (hier) geschrieben.
Die Aktienmärkte stehen aus meiner Sicht aktuell recht hoch. So fällt es mir leicht aus dem Markt auszusteigen und zwar mit dem kompletten EM-Anteil.
Damit realisiere ich ca.120€ Gewinn.
Da der Verkauf bereits am 28 Juli ausgeführt wurde, wurde noch ein zusätzlicher Gewinn (bis 31.07) von 120€ verpasst. Nun das beste Timing kann man sowieso relativ selten erwischen.
Somit hoffe ich darauf, dass die EM-ETFs in zweiter Hälfte September mindestens 2% günstiger (als mein Verkaufskurs) zu haben sind. Wenn nicht – umso eher wird sich der Ausstieg in den nächsten Jahren lohnen. 😉

Dax-Anteil liegt bei ca.600€, also aus Kostengründen wird auf Verkauf verzichtet.
Europa-Aktien wurden in den letzten Monaten schwer verprügelt, also Chancen auf Besserung überwiegen das Risiko des weiteren Absturzes.

Portfolio: kleinere Werte

Ein gewichtiger Grund, warum es sich lohnt auf kleinere Unternehmen zu setzen bzw. in einen Index mit Middle- und Small-Caps zu investieren, konnte heute am Kauf von Rhön-Klinikum durch Fresenius nicht übersehen werden.

Rhön-Klinikum ist ein durchschnittlicher MDax-Wert.
Durchschnittliche Dividende, durchschnittliches KGV – nichts Außergewöhnliches.
Doch das Unternehmen passt sehr gut einem größeren Fisch ins Konzept. Bei der Übernahme wird ein Aufpreis von 50%(!) angeboten. Die Aktionäre dürfen sich als glücklich schätzen.

Was wie ein Lottogewinn klingt, ist bei kleineren Unternehmen eher die Regel. Die Firmen werden aufgekauft, zusammengelegt oder geteilt und dann verkauft.
Dax-Unternehmen bleiben auch davon nicht „verschont“, allerdings spricht man dann von einer Elefantenhochzeit und solche gibt es eindeutig viel seltener.

Natürlich wirken sich diese Aufpreise sehr positiv auf die MDax-Performance. Ein Blick auf beide Charts (DAX-MDAX) z.B. über einen Zeitraum von 10 Jahren lässt keine Zweifel offen.
Bei den echten Krisen können die kleineren Werte viel tiefer fallen und sogar Pleite gehen, während die Blue-Chips als „too big to fail“ gelten, d.h. eventuell auf staatliche Unterstützung zurückgreifen können. Jedoch auf längere Sicht werden alle Krisen mehr als überstanden und die Investoren dürfen sich früher oder später über höhere Rendite freuen.