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Portfolioaufstellung 2012 Q1

Mein Depot ist noch recht übersichtlich, d.h. man könnte die Höhe der einzelnen Posten im Kopf schätzen. Trotzdem möchte ich wenigstens quartalsweise die Zahlen auf „Papier“ festhalten.

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Darüber hinaus wäre auch die Aufteilung des Gesamtvermögens von Interesse.

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Durch die anfängliche Fokussierung auf EMs sind diese im Vergleich zu anderen Positionen übergewichtet. Durch die ETF-Sparpläne wird dieser Schiefstand natürlich nicht ausgebügelt.

Der erste Rebalancing-Versuch (was den Wertpapierbereich angeht) wird Ende September unternommen. „Versuch“-weil ich die exakte Aufteilung keineswegs schaffe, sondern bei möglichst vielen Positionen wenigstens die ungefähre Größenordnung anstrebe.
Der Plan (ohne Gewähr) sieht auch vor, im Juli und August nur die Anleihen zu kaufen (da ich nach heutigem Stand im August und September mit kleinem Aktienkursrücksetzer rechne). Dann hätte ich alle Asset-Klassen „im Spiel“.

Kauf von CS Euroreal

Nach meinem Post über CS Euroreal ging der Kurs auffallend stetig nach oben und hat über 4% zugelegt. Auch mein Blog wurde regelrecht bombardiert. Also es scheinen recht viele auf neue Nachrichten zu offenen Immobilienfonds zu lauern. Schade, dass der 1.April auf einen Sonntag gefallen ist, sonst hätte ich mir einen entsprechenden April-Scherz erlaubt.

Aus irdendeinem Grund wurde der DAX-ETF-Sparplan nicht deaktiviert und entsprechend ausgeführt. D.h. für den Kauf von CS Euroreal hatte ich nur 800€ zur Verfügung. So wurden 19 Anteile zu 41,40€ gekauft.

Schauen wir mal wie das Spielchen ausgeht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dabei mind.10% p.a. herausspringen.

Wobei die Еntscheidung der BaFin für Kanam die Frist für die Abwicklung auf 5 Jahre auszudehnen, gefällt mir nicht so besonders. Auf der einen Seite hat der Fonds mehr Zeit die Immobilien zu akzeptablen Marktpreisen zu verkaufen, und nicht in Eile hohe Abschläge akzeptieren zu müssen. Auf der anderen Seite muss dann etwas höhere Gewinn auf 5 Jahre verteilt werden, so dass darunter die Durchschnittsrendite leidet.

Ich ordne das Papier der Asset-Klasse Strategie. Hier geht es um eine Spekulation, Kauf für einen Preis unter Wert – und nicht um das Geschäft im Hintergrund, nämlich die Vermietung von Immobilien.

Wette eingehen bei offenen Immobilienfonds?

Was mir aktuell den Mund wässrig macht, sind die offenen Immobilien Fonds.
Sie sind seit knapp 2 Jahren geschlossen. Die Frist läuft im Mai ab. D.h. in Kürze muss die Bewegung ins Spiel kommen.

Die zwei größten Vertreter sind SEB Immoinvest und CS Euroreal.

So wie es aussieht, räumt man dem CS Euroreal große Chancen zu, doch noch wieder zu öffnen.
Trifft es zu, könnten die Anteile, die an der Börse Hamburg aktuell zu 40-41€ gehandelt werden, zu 57,80€ verkauft werden. Also ein Gewinn von mehr als 40% innerhalb eines Monats!
Trifft es nicht zu, wird der Fonds demnach aufgelöst, müssen die ganzen Immobilien innerhalb von 3 Jahren verkauft werden. Die Guthaben werden dann im Halbjahresmodus an die Anteilseigner ausgeschüttet.
Die 25% der Gesamtsumme stehen für verkaufswillige Kunden bereits bereit. Man möchte mind.30% erreichen, um den Spekulantenandrang bei der Wiedereröffnung „abwehren“ zu können.

Aber auch wenn der Fonds abgewickelt wird, und die Objekte mit Abschlägen verkauft werden müssen, die Fälligkeitszinsen bezahlt werden etc., winkt immer noch ein Gewinn von mind.10% p.a. in den nächsten 3 Jahren.
Eine andere Option bei der Abwicklung wäre die Anteile über die Börse zu verkaufen.
Wie man am Beispiel des drittgrößten Fonds „Kanam GRUNDINVEST“, deren Auflösung am 29.02 bekannt gegeben wurde, sieht, gab es an dem Tag ca. 10% Sprung nach unten. Danach haben sich die Kurse beinahe erholt.

D.h. dem Gewinn von ca.40% steht im ungünstigsten Fall ein Verlust von max.10% gegenüber.

Aus meiner Sicht ist die Nachrichtenlage für beide Fonds eng miteinander verbunden. D.h. wird zuerst SEB Immoinvest die Abwicklung verkünden, wird auch der Kurs bei CS Euroreal einen Satz nach unten machen.
Würde zuerst CS Euroreal öffnen und dem anfänglichen Andrang standhalten, so werden die Kurse von SEB Immoinvest, die mit einem etwas größeren Abschlag gehandelt werden, auch einen Sprung nach oben machen.
Also beide Werte sind ungefähr gleich heiß.
Bei CS Euroreal sind die Chancen auf Wiedereröffnung größer, bei SEB Immoinvest sind die Abschläge größer.
Nun mit jedem weiteren Tag wird die Hoffnung auf Wiedereröffnung kleiner.

Wie im vorigen Artikel erwähnt, möchte ich die Girokontoauszüge für März „sauber“ halten.
Am 2 April werden 1.000€ aufs Depot überwiesen. Wenn die Fonds bis dahin nicht den Sprung nach oben gemacht haben, so kaufe ich am 3 April (vorrangig) CS Euroreal.

Zwischenstand

Die ganze weitere Entwicklung hängt von der Auszahlung der Wohnung. Ich habe mit Mitte Januar gerechnet. Erst am 17.01 gab es eine Bestätigung vom Notar, dass alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind, also nächste Woche muss das Geld ankommen.

Die ETF-Sparpläne sind für Mitte des Monats terminiert und wurden Mitte Januar angeblich ausgeführt (Status beim Sparplan), allerdings hat sich weder auf dem Konto noch im Depot selbst etwas getan. Warten wir mal ab.
Die Neuigkeit ist, dass auch für SDax-ETF kein Sparplan angelegt werden kann. So werden nur 900€ monatlich durch EFT-Sparpläne den Wertpapierposten auffüllen.

Da die Märkte im Januar generell zu schnell gestiegen sind, habe ich zunächst keinen tausender nachgeworfen. Nach dem Verkauf der Wohnung werde ich wahrscheinlich für ca. 1.000€ den SDax-ETF nachkaufen.

Für die Immobilien ist eine Umstellung der Übersicht eingeplant. Bisher stand dem eingezahlten Eigenkapital plus Renovierungskosten nur der Cashflow gegenüber. Die Tilgungen waren keineswegs berücksichtigt. Da die dritte Immo verhältnismäßig wenig Cashflow produziert, dafür aber hohe Tilgungsraten getätigt werden, wird dadurch die Verzerrung von Monat zu Monat immer größer.

Bevor dieser Schritt durchgeführt wird, möchte ich zunächst die bereits mehrmals verschobene Darstellung der dritten Immobilie präsentieren (nächste Beiträge).

Portfolio Nachkauf EM

Im Dezember wollte ich die Kaufaktion aus November nachholen. Da Anfang Dezember die Kurse recht hoch standen, habe ich auf berühmte Dezemberdelle gewartet und am 15.12 zugeschlagen.

Beim ersten Kauf der EM-ETF-Anteile (DBX1EM) habe ich 37 Stück für 26,80€ ergattert.
So war ich Mitte Dezember froh 38 Stück zu dem Kurst von 25,96€ zu bekommen.
Damit ergibt sich ein Durchschnittspreis von 26,374€.

D.h. im Moment liege ich leicht im Plus. Jedoch nach Abzug der Transaktionskosten ist immer noch ein Minus zu sehen.

Die Jahresendrally schien diesmal auszubleiben. Doch mittlerweile haben wir die Kurve hingekriegt. Wobei die Märkte sind derzeit zu sensibel und reagieren auf die Neuigkeiten mit viel zu großen Sprüngen. Ich rechne damit, dass wir noch bis März hin- und hergerissen werden.

Zum Glück habe ich noch kein großes Vermögen. Sonst bräuchte man schon „Beruhigungspillen“, um nicht überstürzt zu handeln.

Portfolio ETF-Sparplan

Die nächsten Schritte etwas konkreter.

Mein Monatsüberschuss beträgt etwa 1.500€.
Mit 1.000€ sollen anteilig EM und „Europa,Dax“ gefüttert werden.
Mit 500€ ggf. plus X wird zunächst mein Cash-Anteil hochgefahren.

Da mein Wertpapiervermögen noch klein ist, bringt mich die Strategie „den Posten zu kaufen, der am meisten vom Soll-Anteil abweicht“, nicht wirklich weiter. Weil eben die monatlichen Schwankungen des Bestandes zu niedrig sind im Verhältnis zur investierenden Summe.
So musste ich die letzten zwei Monaten zusehen, wie mal „Europa, Dax“ mal EM hoch und runter geht, und dies nicht unbedingt synchron, und dabei eine Entscheidung treffen was davon jetzt wirklich kaufenswert wäre.
So ein Problem möchte ich durch ETF-Sparpläne lösen. D.h. ich zahle jeden Monat den entsprechenden Anteil für jeweiligen Posten ein. Erst am Jahresende wird rebalanciert.

Das Verhältnis zwischen EM und Europa beträgt 30 zu 20. Also 600€ geht in EM während 400€ für „Europa, Dax“ übrig bleibt.

Wie im letzten Post geschrieben, möchte ich Europa und „Dax“ etwa im Verhältnis 50×50 halten. Damit werden sowohl für Europa als auch für Deutschland jeweils 200€ reserviert.

Nun lässt sich der Betrag von 200€ beim „Dax“ schlecht durch 3 teilen.
Die erste Variante das Problem zu lösen, ist den Germany-Anteil in MSCI Europe von 12,5% mit zu berücksichtigen. Das macht 25€ aus. Die 225€ lassen sich hervorragend auf 3×75 teilen. Da MSCI Europe nach Marktkapitalisierung aufgeteilt ist, beanspruchen die DAX-Werte den größten Brocken für sich. So dass ich diese 25€ komplett dem Dax zurechne.
Die Aufteilung wäre also Dax 50€, MDax und SDax jeweils 75€.

Die zweite Variante ergab sich von selbst bei der Suche nach entsprechenden ETFs. Denn ein ETF auf MDAX bietet zur Zeit nur iShares (Exklusivlizenz?) an. Ich entscheide mich aus Kostengründen (Kauf+TER s.u.) zunächst für die Aufteilung in Dax und SDax jeweils zur Hälfte.
Die Variante 2b sieht einen Nachkauf von MDAX auf einen Schlag beim Rebalancingtermin zum Jahresende vor. Diese wird wohl von mir bevorzugt.

MSCI EM DBX1EM 600€
MSCI Europe ETF111 200€
Dax ETF001 100€
SDax ETF005 100€

Wie möchte ich nun bei diesem „Kleinkram“ die Kosten günstig halten?
Ich öffne einfach ein Depot bei DAB-Bank. Dort gibt es kostenlose(!) ETF-Sparpläne für DB-X-Trackers der Deutschen Bank und Comstage-ETFs (Commerzbank). Diese beiden bieten alles, was ich aktuell brauche.
So habe ich erst mal null Einkaufskosten.

Wie möchte ich Rebalancing durchführen?
In dem ich am Jahresende die letzte Sparplanrate je ETF entsprechend anpasse. Dies ist auch kostenlos. Nach oben kann ich beliebig hoch drehen, nach unten leider nur den monatlichen Betrag aussetzen.
Nach einmaliger Abweichung vom „Plan“ wird die Rate wieder zurückgesetzt. Bei späteren größeren Abweichungen muss sowieso mit (hoffentlich) zusätzlich angesparten Mitteln nachgekauft werden.

Die einzigen Transaktionskosten fallen beim Verkauf an. Es muss wiederum unterstrichen werden, dass der Verkauf zunächst nicht gewollt ist. Der Vermögensaufbau soll jahrelang laufen. Aber auch bei unvorhergesehenen Verkäufen läuft auch bei dem kleinsten Posten mit 50€ (theoretische Variante 1) bereits nach 2 Jahren eine Summe von ca. 1.200€ (50*12Monate*2Jahre) zusammen, so dass die Gebühren im gesunden Rahmen (Total Expense Ratio“ (kurz TER) des ETFs.
Da diese bei Swap-basierten ETFs etwas kleiner sind, als bei echt replizierenden, wähle ich die Swap-Variante, solange mein Wertpapier-Vermögen nicht sagen wir mal 50.000 übersteigt. Das Ausfallrisiko entfällt aktuell zu 60% auf DB-X und zu 40% auf Comstage.
Handelt es sich um größere Beträge, würde ich schon ein mulmiges Gefühl bekommen, auch wenn bisher kein einziger Emittent ausgefallen ist.
Also in Zukunft werde ich noch voll replizierende ETFs von anderen Anbietern dazu mischen (müssen).

Portfolio – erwartete Rendite

Um die theoretische Planung abzuschließen wird noch die erwartete Rendite ausgerechnet.

Asset-Klasse Anteil % Rendite % ergibt
Cash 5 2 0,1
Emerging Markets 30 12,5 3,75
Europa, Dax 20 6,7 1,34
Nebenwerte, Strategie 14 10 1,4
Unternehmens-Anleihen 5 6 0,3
EM-Staatsanleihen 6 11,2 0,672
Immobilien 20 10 2
Gesamt 100 9,562

Die erwartete Durchschnittsrendite pro Asset-Klasse habe ich dem viel zitierten Buch von Herrn Kommer entnommen. In meiner Buch-Version gehen die Daten nur bis 2006. In der aktuellen Version aus dem Internet – bis 2010!

Ich übernehme pro Asset-Klasse den langfristigsten bekannten Wert. Da bei den Angaben die Inflation bereits abgezogen ist und in der rechten Spalte extra ausgewiesen, addiere ich erst mal die durchschnittliche Inflation aus dem entsprechenden Zeitraum und ziehe eine 1 ab, weil mir die Werte etwas zu hoch erscheinen. Ich möchte lieber positiv überrascht werden als ständig das Ziel etwas zu verfehlen.

Z.B. ist für Emerging Markets die Rendite von 11,5 ausgewiesen und die Inflation von 2.
Meine Zielrendite errechnet sich wie folgt: 11,5+2-1=12,5%.

Die Zielrendite für Gesamtportfolio beträgt demnach 9,562%.
Mit Hilfe von Rebalancings ca. 1% sollte ich meine Wunschrendite von 10% p.a. langfristig erreichen.

Portfolio Europa,Dax

Zu MSCI World habe ich schon Stellung genommen. USA und Japan lehne ich ab, Europa nehme ich mit.

Mit MSCI Europa habe ich wiederum ein anderes Problem. Mir gefällt die Gewichtung von Deutschland überhaupt nicht – nur 12%!?
„Wir“ liegen auf der vierten Stelle nach BIP in der Welt, mit großem Abstand auf der ersten Stelle in Europa und werden nur mit 12% beachtet, während GB mit 33% gewichtet ist, Frankreich mit 15% und sogar die kleine Schweiz mit knapp 12%.
Je tiefer ich in die Materie eindringe, desto stärker wird das Gefühl, dass ich doch vieles in Eigenregie machen werde!

Auf jeden Fall möchte ich nun Deutschland und MSCI Europa im Verhältnis 1:1 haben. Die langfristige Rendite ist ungefähr gleich. Da Deutschland jedoch sehr exportabhängig ist und bei jeder Krise unnötigerweise am meisten leidet, erhoffe ich mir eine nicht zu verachtende Überperformance durch Rebalancing.

Aber auch Deutschland ist nicht gleich DAX!
DAX ist ein sehr enger Index in dem nur die 30 größten Unternehmen aufgelistet sind. In Deutschland gibt es viel mehr kleinere Firmen. Die Behauptung „die kleineren Unternehmen bringen langfristig gesehen mehr Rendite“ möchte ich mir zu Nutze machen.
D.h. ich baue mir meinen eigenen Germany-Index, den sogenannten Andi-Dax (bitte nicht mit Sportartikelhersteller aus China verwechseln), zusammen und zwar jeweils zu 1/3 für DAX (large-Caps), MDAX(middle-Caps) und SDAX(small-Caps).

Zusätzlich zur besseren Rendite für Nebenwerte habe ich Rebalancing-Vorteil. Das Risiko dürfte im Vergleich zu MSCI Germany wohl geringfügig größer sein, da meine Germany-Aufteilung nicht nach Marktkapitalisierung geschieht, sondern zu festen Anteilen, und damit risikoreichere (ich nehme an, wenn die Rendite höher ist, müsste auch das Risiko höher sein) Nebenwerte wahrscheinlich für etwas mehr Volatilität sorgen dürfen.
Da ich letztendlich sehr langfristig orientiert bin, schaue ich mehr auf Rendite als auf Risiko.

Portfolio Rebalancing

Bald muss ich entsprechend meinem Wunsch-Portfolio Papiere kaufen. Zur Zeit gibt es viel zu überlegen und demnach viel zu schreiben. Aus Zeitgründen schaffe ich nicht meine Überlegungen wohl strukturiert darzustellen, deshalb möchte ich an dieser Stelle ein wichtiges Thema vorgreifen.

Eine der Aussagen der modernen Portfoliotheorie ist nun, dass die einzelnen Assets aus der gleichen Asset-Klasse ungefähr die gleiche Chance- sowie Risiko-Erwartung aufweisen. Einige Zeit läuft das eine Asset besser als die anderen, dann gibt es Führungswechsel. Somit führt die aktive Auswahl langfristig gesehen zu der durchschnittlichen Rendite der Klasse, wohlgemerkt vor Berücksichtigung der Gebühren.

Ein passiver Anleger kauft sich die Asset-Klasse komplett und hat damit die gleiche Durchschnittsrendite. Da jedoch die Gebühren fürs Hin und Her entfallen, bleibt ihm unter dem Strich mehr in der Tasche.

Die andere Erkenntnis ist, dass die Wirkung von Rebalancing sehr mächtig ist. Bei einem „ausgewogenen“ Depot bringt sie eine Überrendite von etwa 1%. Rebalancing bezieht sich in der Regel auf das gesamte Depot, in dem sowohl “risikoarme“ als auch risikoreiche Asset-Klassen vertreten sind.

Aber auch anstatt z.B. Aktien World zu nehmen, zieht man oft vor, die einzelnen Märkte USA, Japan und Europa mit eigenen festen Wunsch-Anteilen zu versehen und mit Rebalancing konstant zu halten. In diesem Fall werden auch temporär vernachlässigte Märkte stärker gekauft und die gut (heiß) gelaufenen teilweise verkauft.
Obwohl die Rendite- und Risiko-Erwartung für jeden Markt ungefähr gleich sind (es sind ja einzelne Assets aus der Klasse MSCI World), wird durch Rebalancing das Risiko etwas reduziert (die Wahrscheinlichkeit, dass unterdurchschnittlich entwickelte Assets wieder unterdurchschnittlich abschneiden, sinkt), während die Rendite steigt.

So liegt es auf der Hand zu behaupten, dass die Aufsplittung jeder(!) Asset-Klasse in einzelne Assets und regelmäßige Anwendung von Rebalancing eine bessere Performance bei gleichzeitig reduziertem Risiko aufweisen wird.

Das größte Problem dabei sind wiederum die Gebühren. Zum einen beim Kauf, zum anderen für Rebalancing selbst. Empfiehlt sich also erst ab vernünftigen Beträgen.

Natürlich ziele ich nicht auf die Aufsplittung von MSCI World (halbe Welt) oder MSCI Emerging Markets (die andere Hälfte der Welt) in einzelne Aktien, sondern wenigstens auf einzelne Länder.

Portfolio Wunsch-Aufteilung

Aus der klassischen Formel
Anteil von risikoreichen Anlagen = 100 – aktuelles Alter
ergibt für mich 64% des Gesamtportfolios für Aktienmärkte.

Ein Prozentpunkt passte nicht in meine gewünschte Aufteilung. So musste ich „Nebenwerte, Strategie“ reduzieren. Nicht weil ich diesen Posten für weniger wichtig halte, sondern weil mir zur Zeit der passende Asset fehlt. Im nächsten Jahr ist EM oder Europa dran, je nachdem wer besser abgeschnitten hat.
Auf der anderen Seite kommt der Prozentpunkt den EM-Staatsanleihen zugute, weil ich diese den Unternehmens-Anleihen wegen besserer Rendite bevorziehe.
Es ist jedoch nur eine theoretische Aufteilung und Überlegung, da Immo den ganzen Risikoarm-Anteil (und nicht nur das) für sich beansprucht.

Somit sieht meine Wunsch-Aufteilung folgendermaßen aus und die momentane Aufteilung weicht von dieser ja zu sehr ab:

Asset-Klasse Soll % Soll € Ist € Ist %
Cash 5 5.471 1.490 1,36
Emerging Markets 30 32.829 1.000 0,91
Europa, Dax 20 21.886 890 0,81
Nebenwerte, Strategie 14 15.320 3.050 2,79
Unternehmens-Anleihen 5 5.471 0 0
EM-Staatsanleihen 6 6.565 0 0
Immobilien 20 21.886 103.000 94,12
Gesamt 100 109.430

Cash beinhaltet aus meiner Vermögensübersicht neben „Bar,Giro,Tagesgeld“ auch Immo-Guthaben sowie C&A-Kredit.
Der VWL-Posten ist unter der Klasse MSCI Europa zu finden.
Ausland wandert in die Kategorie „Nebenwerte, Strategie“. Ich versuche bis zum Jahresende zu klären, wann ich über das Geld verfügen kann und mit wie viel davon noch überhaupt zu rechnen ist (das war ja nur ein „Jugendabenteuer“ und keine Investition).

Es macht keinen Sinn hier die Differenz zwischen Soll und Ist zu ermitteln. Die Zahlen und auch die nächsten Schritte sind eindeutig.

Die Aufgabe der nächsten paar Jahren besteht nun darin, die Ist-Aufteilung soweit wie es geht der Wunsch-Aufteilung anzupassen. Da die Immobilien nicht umsonst so heißen, kann ich den fetten Posten nicht beliebig schnell reduzieren, sondern muss Abwarten bis die Spekulationsfrist abgelaufen ist und in dieser Zeit die anderen Posten aufbauen.