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Millionär in 7 Jahren?

Ich wollte mir nicht verkneifen noch meinen Lieblingsartikel nachzutragen.
Bei der Aufstellung geht es um die Langzeitplanung. Wobei es sind weniger als 7 Jahre geblieben. So könnte man schon eher von mittelfristig reden. Allerdings handelt es sich um bisher den entferntesten Punkt am Blog-Horizont. Also um das große Ziel (letztendlich nur einen großen Meilenstein), um die Überquerung der magischen Grenze von 1.000.000€.

Wert Steigerung (gesamt) Gewinn Immo Steigerung (ohne Immo)
01.01.2017 258.170 67.440 42.230 25.210
01.01.2018 290.924 32.654
01.01.2019 326.089 35.266
01.01.2020 528.486 202.397 164.310 38.087
01.01.2021 582.765 54.279
01.01.2022 641.386 58.621
01.01.2023 909.132 267.746 204.435 63.311
01.01.2024 993.863 84.731

Hinweis: das Ziel für 2018(sowie auch für 2017) stimmt nicht mit dem Jahresziel überein.
Denn hier gilt die vereinfachte Hochrechnung: 8% auf Vorjahreskapital plus 12.000€ an frisch eingespartem Geld, während bei laufenden Jahreszielen die jeweils aktuellen Gegebenheiten und Veränderungen zum Vorjahr berücksichtigt werden.

Bisher hat die Hochrechnung sehr gut funktioniert. Die Ziele wurden mehr oder weniger eng übertroffen. Obwohl innerhalb eines Jahres alles anders kam.

12.000€ zusätzlich zu Kapitaleinkünften zu sparen scheint in meinem Fall nicht mehr realistisch. Da kommt leider nichts mehr zusammen. Die Kinder sind nun groß geworden. Führerscheine, Ausbildung etc. fressen viel zu viel auf. Der Zustand ist zwar temporär. Es wird aber noch paar Jährchen bis zur Entspannung dauern.

Das positive daran – die Auswirkung des Eigenanteils wird mit den Jahren immer irrelevanter.

So wurde auch dieses Jahr das Langzeit-Teil-Ziel um ca 2.700€ übertroffen. Dank dem höheren Preis beim Immo1-Verkauf.
Dadurch wird die Lücke bis zu einer Million am 01.01.2024, noch unter Berücksichtigung des Zinsenzinses, entsprechend kleiner.
Da die Immos 3 und 4 auch konservativ geschätzt sind, sollte das Delta problemlos übertroffen werden.

Millionär in 8 Jahren?

Anfang 2014 wurde der Artikel Millionär in 10 Jahren? verfasst, in dem meine mittelfristige Planung dargestellt wurde.

Fälschlicherweise wurde damals die Tilgung der vermieteten Immobilien beim Verkaufsgewinn extra einberechnet. Nach einem Jahr stellte es sich heraus, dass diese eigentlich in der Gesamtperformance drin steckt (erhöht Eigenkapital). Die Tilgung musste damit ausgeblendet werden, was zur Reduzierung der Jahresstände geführt hat.

Auf der anderen Seite wurde, wie bei der vorigen Immobilienaufstellung beschrieben, der Wert der Immobilie „realitätsnäher“ fortgeschrieben. Dadurch erhöht sich der Gewinn nach jeweiligem Immobilienverkauf.

Wert Steigerung (gesamt) Gewinn Immo Steigerung (ohne Immo)
01.01.2016 190.730 26.845
01.01.2017 255.375 64.645 37.386 27.258
01.01.2018 287.805 32.430
01.01.2019 322.829 35.024
01.01.2020 524.961 202.132 164.305 37.826
01.01.2021 578.958 53.997
01.01.2022 637.274 58.317
01.01.2023 904.637 267.362 204.380 62.982
01.01.2024 989.008 84.371

Der Wert am 01.01.2016 wurde der Bilanzumstellung noch nicht unterworfen, um mit dem Planwert aus 2014 vergleichen zu können. Die Leistung liegt knapp 10.000€ höher!

Wie man erkennen kann, habe ich nicht versucht die Hochrechnung so weit zu optimieren, bis ich auf eine Million komme.

Laut der Hochrechnung sollte die Jahressteigerung in 2016 etwa 27.000€ betragen während meine aktuelle Jahresplanung von mind. 32.000€ ausgeht. Auch beim Verkauf von Immo1 sollte etwas mehr als konservativer Wert zu holen sein. Diese beiden Punkte in Verbindung mit Zinseszins sollten jedoch die magische Grenze in knapp 8 Jahren passieren lassen.

Somit kann ich theoretisch „die Füße hochlegen“ und ein paar Jährchen Sitzfleisch trainieren.

Nun sind alle Planungen abgeschlossen. Es geht an die operative Umsetzung.

Reich, ab welcher Grenze?

Ich möchte mit euch zwar einen älteren aber aus meiner Sicht sehr interessanten Artikel aus FAZ teilen.
Ab und zu will man feststellen wo man sich im Vergleich zu den anderen befindet.
Es gibt immer wieder Berichte über Reiche oder Mittelschicht oder Armut. Ab wann gehört man in ein oder anderes Korb? Jedes Mal tauchen ganz andere Zahlen auf. Es ist nicht einfach herauszufinden, welche Rechengröße als Basis genommen wird.

So kann Reichtum anhand Vermögen definiert werden. Dann wird mal nur Geldvermögen gezählt ohne Immobilien, mal inklusive Immobilien.
Im anderen Bericht wird Einkommen ausgewertet, aber wiederum nicht klar ist, ob Brutto oder Netto, zu versteuerndes Einkommen oder einfach die Summe der Einkünfte. Ob die Transferleistungen wie Kindergeld, Wohngeld, Harz4 dazu zählen oder nicht.
Manche Übersichten basieren auf Haushalts-Befragungen. Dies finde ich total nicht repräsentativ (bescheuert). Denn zum einen werden nur 20 tausend Haushalte von 40 Millionen befragt. Zum anderen beteiligen sich die Milliardärshaushalte bestimmt nicht an solchen Umfragen.

In dem Artikel werden die Daten aus den Steuererklärungen ausgewertet. 40 Millionen Steuerpflichtige gegen 40 Millionen Haushalte. Damit wird ja fast alles abgedeckt.
Als Referenz wird die Summe der Einkünfte genommen. Also nicht zu versteuerndes Einkommen, sondern die Summe einzelner Einkommensarten vor Abzug der Spenden und sonstigen Sonderausgaben.

Das Herzstück des Artikels ist die interaktive Graphik. Besonders interessant sind die Einkommensgrenzen, die angeben wie viel Prozent der Steuerzahler mehr verdienen.
Z.B. nur 10% der Steuerzahler haben mehr als 48.190€ Einkünfte pro Jahr.

Laut dem Artikel gehören die einkommensstärksten 1% der Steuerzahler zu den Reichen. Diese Grenze liegt bei 126.134€. Ich kann dem nur zustimmen.

So lebt das reichste Prozent der Deutschen

"Geheimnis" für reich werden

In einem Kommentar wurde ich nach meinem „Geheimnis“ gefragt.
Da ich bisher (meiner Meinung nach) nichts Spektakuläres erreicht habe, gibt es im Grunde genommen kein MEIN Geheimnis.

Ich habe nur konsequent die all bekannten Schritte befolgt.
1. Gebe weniger aus als du einnimmst. Dabei soll die Sparquote bei mindestens 20% liegen (und nicht bei 10%) wenn man schneller vorankommen will und die Enttäuschung am Anfang, dass trotz des Sparens das Vermögen in absoluten Beträgen winzig bleibt, vermeiden will.

2. Das Eingesparte investieren. Es nützt nichts wenn das Geld brach liegt und von der Inflation aufgefressen wird. Das gleiche gilt für alle Finanzprodukte mit moderaten Zinsen. Das Geld muss(!) arbeiten und am besten hart. Wenn man das Risiko scheut, wird man nie so weit sein wie die „Mutigen“. Da das höhere Risiko langfristig(!) gesehen nicht unbedingt die bessere Rendite verspricht und umgekehrt, muss bei dem Punkt sehr tief (und breit) nachgebohrt werden. Hier ist ja Spezialwissen gefragt, was im Laufe der Zeit angeeignet werden kann.

3. Das Einkommen erhöhen und wenigstens die Hälfte der Steigerung der Sparrate zufügen.
Bei allem Respekt zu allen, die ihre Ausgaben immer weiter drücken wollen – bis auf eine initiale Optimierung, nützen weder Disziplin, noch Hartnäckigkeit, noch… die Ausgaben in nennenswerten Größen zu drücken. Das Unwort heißt Inflation. Für den gleichen Warenkorb werden wir immer mehr ausgeben müssen.
Es ist sehr schwierig die Ausgaben zu reduzieren. Viel einfacher ist es sich gar nicht an die hohen Ausgaben zu gewöhnen. Deshalb bei Gehaltserhöhung zuerst die Sparrate anpassen, und dann mit dem Rest den Lebensstandard steigern.

Wenn man diese 3 Regeln befolgt, wird je nach Sparrate in 20-25 Jahren die Finanzielle Unabhängigkeit erlangen (darunter verstehe ich, dass die passiven Einnahmen die notwendigen Ausgaben plus x (für etwas mehr Lebensfreude) bzw. das Arbeitseinkommen übersteigen).
Bis dahin war nichts Spektakuläres – es ist von jedem zu schaffen.

Nun würde ich als „Geheimnis“ Punkt 4 einführen.
4. Wage größere Sprünge.
Damit meine ich, man soll die Komfortzone verlassen. Um Millionär zu werden, reichen die ersten drei Schritte nicht. Das passive Einkommen ist irgendwann größer als das Arbeitseinkommen. Soweit OK. Aber viel ist es in den meisten Fällen nicht. Der Schritt 3 bezog sich also auf „kleinere“ Gehaltssteigerungen. Hier ist eher ein Karrieresprung gemeint. Man wird aus einem einfachen Softwareentwickler zum Projektleiter, wechselt auf die Managementschiene oder gründet ein eigenes Unternehmen.
Tja, viele Blogger mit größerem Vermögen haben diesen Schritt vollzogen. Die Sparraten schnellen dann in die Höhe, was früher mit niedrigeren Ausgaben bzw. mit dem Erhöhen der Sparquote niemals erreicht werden konnte.

Ich gebe zu, was Berufsleben angeht, habe ich den Sprung noch nicht gewagt.
Allerdings was ich gewagt habe, das war der Kauf der Immo3. Da ging es um Hunderttausende und viel Risiko. Aktuell bringt mir das Objekt ca. 800€ im Monat an passiven Einnahmen (wobei Tilgungen sind erst mal theoretischer Natur).
Nun grübele ich seit Jahren an einem großen Sprung. Da ich generell nicht so schnell vom Knie schieße, fällt mir der Schritt auch nicht leicht. Aber früher oder später muss ich den tun, um „da oben“ ankommen zu können.

Zwischenziel 125T€

Beim Erstellen der monatlichen Überschussrechnung habe ich ein attraktives kurzfristiges Zwischenziel entdeckt – 125 Tausend Euro.
Auf den ersten Blick keine runde Zahl. Auf den zweiten – ein Achtel von der Million.
Das Zwischenziel sollte spätestens zum 01.10 erreicht werden.

Rechnet man mit einer Jahresrendite von 10,41% hoch (die durchaus realistisch ist – man soll nur ein bisschen den Emerging Markets -Anteil erhöhen), so dauert es 7 Jahre bis das Kapital sich verdoppelt.
D.h. in 7 Jahren werden daraus 250T€, in 14 Jahren 500T€ und in 21 Jahren eine Million!
Allein Zinsenzins-Effekt wird für die Entwicklung sorgen. Man braucht keine weiteren Einzahlungen mehr.
In 21 Jahren werde ich 58 Jahre alt sein. D.h. bis zur gesetzlichen Rente (mit 67) sollten laut der Hochrechnung sogar bereits über 2 Millionen Euro zusammenlaufen.

Da ich mit Sicherheit nicht zur Elite gehöre, was Arbeitseinkommen angeht, und keine Erbschaften oder Ähnliches im Spiel waren, ziehe ich daraus den Schluss, dass es für die meiste Bevölkerung in Deutschland realistisch ist, bis zur Rente ein Vermögen von einer Million Euro „zusammenzukratzen“.
Es reicht nur konsequent zu sparen und das Gesparte nicht zu risikoscheu zu investieren.

Nun möchte ich weder bis zur Rente noch bis zum Alter von 58 Jahren warten. Es wird weiter gearbeitet, weiter gespart, weiter über die Investitionsmöglichkeiten und neue Einkommensquellen recherchiert, nachgedacht und kalkuliert.
Idealerweise wäre die Million bereits mit 50 zu besitzen (ein auf mich bezogenes Wunschdenken, was, eine gewisse Anstrengung vorausgesetzt, auch recht realistisch ist. Dafür muss die monatliche Sparrate von derzeit 1.000€ auf 1.720€ erhöht werden. Mit der Umstellung von 4- auf 5-Tageswoche und ein „wenig“ Gehaltssteigerung wäre dies bereits jetzt möglich).

Aber das ist erst mal ein Ziel hinter dem Horizont. Zunächst bin ich auf das Erreichen der Finanziellen Unabhängigkeit (360T€) fokussiert.