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Versorgerwechsel 2015

Einen Artikel zu dem Thema schreibt man normalerweise im November, um bis Jahresende dem aktuellen Versorger zu kündigen und auf einen anderen umzusteigen.
Da ich zu dem Thema nichts Neues beitragen konnte – meine Einstellung dazu wurde in den früheren Posts (Versorgerwechsel 2014) beschrieben – sowie auf den anderen „befreundeten“ Blogs ausführlich darüber berichtet wurde, wollte ich mir den Beitrag ersparen.
Hier möchte ich nun die Ersparnisse melden.

Stromanbieterwechsel führen wir zum Jahreswechsel durch. Aus dem Grund kommt die Endabrechnung früher. Es wurde bereits berichtet, dass die Gutschrift in Höhe von 355€ im Februar erstattet wurde.
Gasanbieterwechsel geschieht zum Ende Februar. So ist die Endabrechnung gerade jetzt eingetroffen. Gutschrift 636€! Wow. Einerseits liegt es an einem niedrigeren Verbrauch als geplant, andererseits an dem Neukundenbonus von 25%.

In 2013 wurden wir von „Grünwelt“ mit Strom beliefert. In 2014 mit Gas. Also den Anbieter kann ich wärmstens empfehlen und verstehe nicht die Vorurteile, die dann mit der Gießkanne quer über alle Anbieter verteilt werden. Alles wird korrekt und zeitnahe abgerechnet und erstattet.

Auch in diesem Jahr wurde sowohl Strom- als auch Gas-Lieferant gewechselt.
Ich weiß nicht wie lange Versorger-Hopping noch funktionieren wird, ob irgendwann die Hopper nicht mehr zurückgenommen werden(?), aber aktuell sehe ich darin eine nicht zu vernachlässigende Kostenersparnis.

Versorgerwechsel 2014

Wie im Artikel „Böse Praktiken von FlexStrom“ bereits berichtet, wurde als Stromversorger „Stromio“, genauer gesagt ihre Tocher(?) „Grünwelt“ ausgewählt. Im Unterschied zu „FlexStrom“ verlief sowohl der Übergang als auch die Kündigung einfach perfekt. Keine unnötigen Mahnungen, komischen Folge-Angebote etc.
Auch der Bonus wurde sofort in der Jahresrechnung berücksichtigt und ausgezahlt. (Also ich habe insgesamt 328€ zurückbekommen.)
Nur eine komische Bemerkung blieb im Gedächtnis – „… der Preis steigt um soundso viel, weil blabla… Die erfreuliche Nachricht – ihre monatliche Abschlagszahlung bleibt wie bisher!“ Na, super! Umso größer wird bei der nächsten Jahresabrechnung das Entsetzen sein.
Also für Versorger-Hopper ist Grünwelt wärmstens zu empfehlen.

Beim Gas gab es bei früherem Versorgerwechsel eine unnötige Verzögerung, was die Grundversorgung des örtlichen Netzbetreibers mit höheren Tarifen nach sich zog. So wurde damals beschlossen den Gas-Versorger sorgfältiger zu wählen, um etwas länger dran zu bleiben (min.2 Jahre) und falls wechseln, dann in wärmeren Monaten.

Leider musste ich feststellen, dass die Gasversorger auch keine Alternative zum Hopping lassen. Obwohl damals beim Wechsel recht gute Preise angeboten, wird jährlich eine 10%-Preissteigerung durchgesetzt. D.h. im dritten Jahr muss ich nun 21% mehr zahlen als am Anfang. Da der Tarif auch nicht viel an Bonus geboten hat, bezahle ich mir die geplante „Stressvermeidung“ relativ teuer. Jahresnachzahlung 260€ und nächste Preiserhöhung angekündigt.
Also zum Ende Februar gekündigt. Der „Netzbetreiber“ hat sich schon zum Zählerablesen angemeldet. Offensichtlich läuft der Wechsel inzwischen reibungsloser, denn die Kündigung wurde mit 4-wöchiger Frist eingereicht und ich schon mit einem Monat länger gerechnet habe.

Da im ersten Teil für Grünwelt „geschwärmt“ wurde, schien ja kein anderer Kandidat als dieser, als nun Gas-Versorger besser geeignet zu sein.

Wir lesen fast täglich, dass die Einkaufspreise sowohl für Strom als auch für Gas immer günstiger werden. Immer wieder hoffen wir dadurch ein paar Euro einzusparen. Die Jahresabrechnung bzw. die Ankündigung der Preiserhöhung zerstört alle Hoffnungen. Versorger-Hopping – der einzig wahre Weg dem entgegen zu wirken.

Böse Praktiken von FlexStrom

Dabei steht FlexStrom synonym für alle Abzocker. Letztes Jahr habe ich nun zu FlexStrom gewechselt, um hautnah die bösen Jungs zu erleben (und nebenbei etwas Geld für Strom zu sparen ;)).
Also bisher lief alles bestens.

Mein bisheriger Versorger (örtliche Stadtwerke) hat für 2011 für ca.5800 KWh ca. 1.430€ kassiert. Als für 2012 eine Preiserhöhung angekündigt wurde, bin ich zu FlexStrom gewechselt. Paketpreis 930€ für 5600 KWh plus ein wenig für Mehrverbrauch. Die Ersparnis macht schon was aus. Darüber hinaus ist noch ein Bonus in Höhe von 200€ angesagt. Jedoch dieser wird höchstwahrscheinlich nicht bezahlt, wenn man nach dem ersten Jahr aussteigt (rechtlich muss der Bonus gezahlt werden, wenn der Kunde 12 Monate beliefert wurde, und dies ist immer gegeben. Jedoch der Lieferant sieht das anders, so dass Kunden nur mit Hilfe von einem Rechtsanwalt diese Forderung durchsetzen können).

Nun das Jahr 2012 ist bald um. Das „Angebot“ für 2013 beinhaltet ein Paket von lediglich 4500 KWh zum Preis von 1.430€! In dem vielen Text – mit normaler Preisgarantie ein Preis, mit erweiterter Preisgarantie anderer Preis – taucht auch der Bonus auf und reduziert den Betrag auf 1230€.
Also auf den ersten Blick steigt der Jahrespreis um 300€, ist aber immer noch konkurrenzfähig.
Auf den zweiten Blick – der Bonus bezieht sich auf 2012 und muss auf jeden Fall mit der Abrechnung ausgezahlt werden.
Zum anderen ist die Paketgröße mit 4500 KWh eindeutig zu klein gewählt. D.h. die restlichen ca.2300 KWh müssen zu einem absolut übertriebenen Preis teuer erkauft werden. Davon erfährt der Kunde erst mit der Abrechnung für 2013 und dann ist es schon zu spät für eine Kündigung, d.h. 2014 muss dann auch teuer erkauft werden.

Auf der Homepage ist das richtige Paket zum Preis von ca. 800€ zu haben. Auf meine Rückfrage bezüglich Paketgröße habe ich ein neues Angebot bekommen für 5600 KWh 1.850€. Die Tarife auf der Homepage sollten nur für Neukunden gelten! Also das Lockangebot ist nicht zu übersehen – erst die super günstigen Tarife, die nur für Neukunden gelten und dazu noch die Boni, die nur ausgezahlt werden, wenn man eine „extra mile“ mitgeht (und dann wird es aber teuer).

Ich habe die Kündigung geschrieben. Auch ohne Boni hat sich der Wechsel gelohnt, vorausgesetzt es gibt keine großen Überraschungen bei der Jahresabrechnung.
Der neue Lieferant heißt stromio. Dieser bietet auch hohe Boni. D.h. es steht schon fest – ich betreibe ein wenig Versorger-Hopping.

Bei dem Gasversorger habe ich auf guten Tarif (und nicht auf hohe Boni) gesetzt. Der Lieferant hat nur einen Tarif. D.h. kostenmäßig wird sich wenig ändern bzw. muss vorher angekündigt werden mit Sonderkündigungsoption. So bleibe ich zunächst dabei. Auch die Kündigungsfrist von einem Monat zwingt nicht zur Eile.

Gas- und Stromversorgerwechsel

Nach dem akribischen Vergleichen von Gas- und Stromversorger hat sich herausgestellt, dass die Tarife meist teurer, als beim lokalen Versorger sind, oder der Vorteil kaum ins Gewicht fällt. Lustig sind vor allem Geschichten mit 2-Jahresbindung und 1 Jahr Preisgarantie. Dies ist so eine geregelte Abzocke!

Berücksichtigt man aber den Neukundenbonus, sieht das Bild wiederum anders aus. Leider je größer der Bonus desto höher der Tarif. D.h. nur wenn man regelmäßig Versorger-Hopping betreibt, kann man Kapital daraus schlagen.
Da viele Tarife 2-Jahresbindung verlangen und die Vergleiche sich nur auf das erste Jahr beziehen, verzerren die meisten Vergleichsrechner das Bild.

Allerdings ist auch der Wechsel selbst nicht so ganz ohne.
Ich wollte Ende 2010 Gas- und Stromversorger wechseln. Beim Gas hatte ich angeblich einen besonderen Vertrag, so dass die Kündigung nun nicht möglich war. Wie bitte?
So habe ich in diesem Jahr bei der Tariferhöhung eine Sonderkündigung geschrieben und war nach einem Monat raus aus dem Vertrag – viel zu schnell. Der neue Anbieter benötigte 2 Monate Vorlauf. Also musste ich bei dem alten Versorger auf Standard-Tarif umstellen, der schon ein Stück teurer ist, als mein „besonderer“ Tarif. Dann wollte der alte Versorger mich nicht so schnell entlassen, und ich musste erneut einen Monat länger höheren Tarif bezahlen.

Also nächstes Mal würde ich nach Möglichkeit die ganze Show im Sommer durchziehen, dann ist der Verbrauch von Gas zum überteuerten Tarif nicht nennenswert.
Bemerkenswert ist auch, dass es sich um keine Ersparnis gegenüber dem Vorjahr handelt. Bei dem neuen Anbieter wird die Rechnung minimal günstiger als beim alten. Allerdings erhöht der alte Anbieter die Preise um etwa 20%! Da mache ich nicht mit!
Von den zusätzlichen Mitteln in der Tasche (im Vergleich zum Vorjahr) braucht man aber nicht zu träumen.

Bei Strom hatte ich, mancher Kenner wird es ahnen, TelDaFax ausgewählt. FlexStrom steht bei allen Vergleichen ganz oben, war aber immer wieder in den Schlagzeilen, wenn es um undurchsichtige Tarife bzw. hohe Boni ging. Andere Anbieter boten nicht so große Boni, so dass der Wechsel kaum lohnte. TelDaFax war mir aus der Call-by-Call-Geschichte bekannt, also wurde diesem der Zuschlag erteilt.

Als einzige Meldung von ihm war die Bitte den Jahresbeitrag zu überweisen. Weder die Kündigungsbestätigung vom alten Stromanbieter, noch festgelegter Belieferungsstart. Also wollte ich zunächst nichts überweisen, solange keine bombensicheren Unterlagen vorliegen. Bis heute kam leider nichts. Das einzig Bombensichere war die Insolvenzerklärung, nachdem zunächst wegen gemeldeten Zahlungsschwierigkeiten der Deal für mich doch zu heiß geworden war.

Also dieses Jahr (ab Anfang 2012) werde ich mit Flexstrom versuchen. Wie oben erwähnt kommt es eher auf Abenteuerlust und setzt Versorger-Hopping voraus. Wenn ich genug davon habe, wechsele ich wieder zum lokalen Versorger, weil dieser ohne Berücksichtigung von Boni zu den günstigsten 10% gehört.

Hoffe, dass mein Wechsel die Frechheit des lokalen Versorgers positiv beeinflusst, so dass er mehr auf wettbewerbsfähige Preise achtet und damit die Kunden vor dem stressigen Hopping schont.