Zwangsversteigerung Häuser

Im Juni standen zwei interessante Häuser zum Ersteigern.
An einem Termin war ich gehindert, an dem anderen habe ich alles (die Arbeit) liegen gelassen, die Neugier treibt die Menschheit voran. 😉
Es gab deutlich weniger Teilnehmer als bei der Wohnungsversteigerung aber immerhin um die 20 Personen. Tja, bei weitem nicht viele können eine Sicherheit in Höhe von fast 40.000€ vorlegen. Altersdurchschnitt diesmal etwa 60 Jahre, wobei ich ein Ausreißer war und den Durschnitt nach unten verzerrt habe. Andererseits freut mich, dass die älteren Herren sich nicht mit ihrer Nutzlosigkeit befassen oder sogar an ihren Abschied denken, sondern noch Häuser kaufen, sprich langfristigere Pläne haben.

Also Verkehrswert ca.400.000€. Bei 200.000 ging es los. Sehr zäh aber in 5.000€-Schritten. Als die Zeit um war ging es sehr schnell auf 300.000€ hoch und dabei bleib es.

Der Preis ist gerechtfertigt. Sehr großes Grundstück. Sehr schöne Lage. Aber das Haus ist über 30 Jahre alt. Also neue Fenster, Heizung und sonst was.
Für Leute, die sowieso auf einen Hauskauf abgesehen haben, sehr guter Preis. Für Leute wie mich – Wiederverkäufer oder Investoren lässt die Rendite zum Wünschen übrig.

Fazit: auch bei den Häusern ist das Interesse sehr hoch, so dass ein Schnäppchen nicht so bald über den Weg läuft.
Das Geld muss doch auf eine andere Weise „hart“ erarbeitet werden. 😉

5 Gedanken zu „Zwangsversteigerung Häuser

  1. Geldfuchs

    Interessant.
    Wie sieht es aus wenn der Altbestand abgerissen und etwas neues exclusives Neugebaut wird. Da sollte eigendlich ein Mehrwert und eine schöne Rendite drin sein? Vorausgesetzt die Lage lockt auch entsprechend solvente Käufer an.

    Antworten
  2. andi7

    Die Idee funktioniert natürlich auch. Nur, wie bereits die Vorgänger geschrieben haben, ist das ganze sehr kostspielig. Es geht um Millionen. Dies können sich nur Big-Player leisten.
    Der Gewinn nach dem Abriss ist die absolute Toplage, die seit Jahrzehnten keine Alternativ-Grundstücke anbieten kann. Also Mehrwert ist vorprogrammiert.
    In unserer Stadt wird dies auch aktuell an einigen Stellen praktiziert. 2 oder manchmal 3 nebeneinander liegende Grundstücke werden gekauft. Altbestand wird abgerissen. Dann von einer Grundstücksgrenze bis zu der anderen der Boden ausgehoben und Bodenplatte betoniert. Also kein Zentimeter wird verschenkt.
    Allerdings wundert es mich mit jedem Objekt immer wieder aufs Neue, wie es dazu kommen konnte, denn die ganze Stadtmitte (und insbesondere Top-Viertel der Stadtmitte) steht unter Denkmalschutz.
    Sprich – man braucht nicht nur Millionen sondern auch sehr gute Beziehungen zu Stadtverantwortlichen.

    Antworten
  3. Geldfuchs

    aber mit einem solchen Projekt kann man auf anhieb,
    sich in diese Liga katapultieren.
    Zahlen /Zwischenfinanziern tun es ja letztendlich die Banken.

    Und Denkmalschutz ist ja fast noch besser, dann kann man die Steuerlichenvorteile (Sanierungsanteil ist zu 100% auf 12 Jahre refinanzierbar)ins Marketing einbauen und den eigendlichen Marktpreis mal locker um 1000 EUR pro qm anheben.

    Funzt bei den ganzen Haien im Ostimmobiliensektor seite Jahrzenten prima.

    Antworten

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *