Zwischenziel 125T€

Beim Erstellen der monatlichen Überschussrechnung habe ich ein attraktives kurzfristiges Zwischenziel entdeckt – 125 Tausend Euro.
Auf den ersten Blick keine runde Zahl. Auf den zweiten – ein Achtel von der Million.
Das Zwischenziel sollte spätestens zum 01.10 erreicht werden.

Rechnet man mit einer Jahresrendite von 10,41% hoch (die durchaus realistisch ist – man soll nur ein bisschen den Emerging Markets -Anteil erhöhen), so dauert es 7 Jahre bis das Kapital sich verdoppelt.
D.h. in 7 Jahren werden daraus 250T€, in 14 Jahren 500T€ und in 21 Jahren eine Million!
Allein Zinsenzins-Effekt wird für die Entwicklung sorgen. Man braucht keine weiteren Einzahlungen mehr.
In 21 Jahren werde ich 58 Jahre alt sein. D.h. bis zur gesetzlichen Rente (mit 67) sollten laut der Hochrechnung sogar bereits über 2 Millionen Euro zusammenlaufen.

Da ich mit Sicherheit nicht zur Elite gehöre, was Arbeitseinkommen angeht, und keine Erbschaften oder Ähnliches im Spiel waren, ziehe ich daraus den Schluss, dass es für die meiste Bevölkerung in Deutschland realistisch ist, bis zur Rente ein Vermögen von einer Million Euro „zusammenzukratzen“.
Es reicht nur konsequent zu sparen und das Gesparte nicht zu risikoscheu zu investieren.

Nun möchte ich weder bis zur Rente noch bis zum Alter von 58 Jahren warten. Es wird weiter gearbeitet, weiter gespart, weiter über die Investitionsmöglichkeiten und neue Einkommensquellen recherchiert, nachgedacht und kalkuliert.
Idealerweise wäre die Million bereits mit 50 zu besitzen (ein auf mich bezogenes Wunschdenken, was, eine gewisse Anstrengung vorausgesetzt, auch recht realistisch ist. Dafür muss die monatliche Sparrate von derzeit 1.000€ auf 1.720€ erhöht werden. Mit der Umstellung von 4- auf 5-Tageswoche und ein „wenig“ Gehaltssteigerung wäre dies bereits jetzt möglich).

Aber das ist erst mal ein Ziel hinter dem Horizont. Zunächst bin ich auf das Erreichen der Finanziellen Unabhängigkeit (360T€) fokussiert.

3 Gedanken zu „Zwischenziel 125T€

  1. gmg01

    Hallo!

    „Dafür muss die monatliche Sparrate von derzeit 1.000€ auf 1.720€ erhöht werden.“

    Das schaffst du? –> Respekt!!!
    Für mich sind 1000 Euro noch Utopie …
    Was ist dein Geheimnis?

    LG Andreas

    Antworten
  2. andi7

    Hallo Andreas,
    die Situation ist in jedem Haushalt individuell.
    Wenn ich jedoch vom durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommen von 2.700€ ausgehe (Link) und dabei die schwächsten Gruppen aus der Statistik rausschmeiße (Studenten werden später zu Vollzeitbeschäftigten, Arbeitslose sind es in der Regel temporär, Rentner haben zu meiner Aussage keinen Bezug mehr) so komme ich auf weit über 3.000€ Netto.
    Nach dem Abzug der „durchschnittlichen lebensnotwendigen Ausgaben für Miete und Lebensmittel“ von 1.350€ bleiben dann wenigstens 1.700€. Somit gehöre ich damit nur zum Durchschnitt.

    Geht man noch einen Schritt weiter und berücksichtigt nur Personen/Haushalte, die 37 Jahre alt und älter sind, dann liege ich wahrscheinlich weit unter dem Durchschnitt (was mögliche Sparrate angeht).
    Also aus dem Aspekt Möglichkeit ist es kein Problem (auch um bis 37 Jahren ein Vermögen von 125.000 anzuhäufen, reichen 250€ p/m, vorausgesetzt man fängt mit 20 Jahren an zu sparen – also dies ist wirklich für jeden möglich).
    Dass die Sparrate von Wenigsten erreicht wird, liegt ja an der mangelnder Zielsetzung und Disziplin. Man will jetzt leben, viele Ausgaben werden für notwendig erklärt.
    Oder man scheitert an der Finanzbranche mit ihrer Abzocke (kapitalgebundene Lebensversicherung, private Rentenversicherung, Sparbuch, etc. – alles Produkte, die nicht so viel Rendite abwerfen, da u.a. bis zu 20% an Gebühren verschlucken) – der Sparer hat keine nötige Motivation (mehr).
    Nicht unterschätzt darf auch die geringe Risikobereitschaft der Deutschen bzw. das starke Bedürfnis nach Sicherheit. Man greift zu den Finanzprodukten, die im besten Fall für die Kapitalerhaltung etwas taugen, für den Vermögensaufbau jedoch nicht im Geringsten.

    Die Sparrate von 1.720€ ist auch bei mir zur Zeit nur Theorie.
    Der Umstieg auf 5-Tageswoche würde 400€ Netto bringen. Geht rucki-zucki.
    Die restlichen 320€ müssen aus der Gehaltserhöhung kommen. Dafür muss ich meinen Job aufgeben und pendeln. Bin aktuell nicht bereit bzw. suche noch eine Weile nach leichteren Wegen. Theoretisch jedoch in paar Monaten (wegen Kündigungsfrist) machbar.
    Ob ich dann den vorhandenen Überschuss auch komplett der Sparrate zuführe, steht wiederum auf einem anderen Blatt.
    Aber mit dem Ziel 1 Mio in 13 Jahren wäre man motiviert genug, oder?

    Wie sieht es mit dir aus? Branche, Familienstand, Vermögen, Sparrate (wenn es nicht zu privat ist).
    In deinem Blog hast du über Erfahrungen während der Dotcom-Blase berichtet. Seit dem sind 10 Jahre vergangen. Hast du daraus etwas gelernt?
    Ein Ziel und der aktuelle Standpunkt wären für den Anfang nicht verkehrt.

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  3. gmg01

    Hallo Andi,

    Danke für die ausführliche Erklärung.
    Das schnelle Geld war eben zu verlockend. Nun gehe ich es ruhiger und konservativer an. Dadurch kann ich besser schlafen 😉
    Wenn man eine Familie hat, dann sind gewisse Ausgaben einfach notwendig. Ich bin zur Zeit am überarbeiten meiner Daten und werde dann eine genauere Übersicht posten.
    Je mehr man sich mit dem Thema „Geld“ beschäftigt, umso erschreckender sind gewisse Dinge die man in Erfahrung bringt. Gewisse Politiker, Super-Reiche, … können sich einfach alles erlauben, während unser einer sein Erspartes zu schützen versucht.

    LG Andreas

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